Gesundheit

Indien meldet ersten möglichen Affenpocken-Todesfall in Asien

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Eine Affenpocken-Isolierstation in Ahmedabad Bild: AFP

In Indien haben die örtlichen Behörden den ersten möglichen Affenpocken-Todesfall Asiens gemeldet. Bei dem Toten handelt es sich um einen 22-Jährigen, der kürzlich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eingereist war.

In Indien haben die örtlichen Behörden den ersten möglichen Affenpocken-Todesfall in Asien gemeldet. Bei dem Toten handele es sich um einen 22-Jährigen, der kürzlich aus den Vereinigten Arabischen Emiraten eingereist war und anschließend in einem Krankenhaus behandelt wurde, teilte das Gesundheitsministeriums des Bundesstaats Kerala am Montag mit. Zunächst war unklar, ob Affenpocken ursächlich für den Tod des 22-Jährigen am Samstag waren.

"Der junge Mann hatte keine Symptome von Affenpocken. Er war mit Symptomen von Enzephalitis und Müdigkeit in ein Krankenhaus eingeliefert worden", zitierte die Zeitung "The Indian Express" die Gesundheitsministerin von Kerala, Veena George. 20 Menschen, darunter Familienmitglieder und Freunde des jungen Inders, wurden identifiziert, bei denen ein hohes Risiko einer Infektion besteht. Sie wurden unter Beobachtung gestellt.

In Indien gibt es nach Angaben der Behörden mindestens vier Affenpocken-Fälle. Weltweit wurden der Weltgesundheitsorganisation (WHO) zufolge seit Anfang Mai mehr als 18.000 Fälle von Affenpocken außerhalb Afrikas registriert, die meisten davon in Europa.

Bislang gab es außerhalb Afrikas mindestens drei Todesfälle im Zusammenhang mit dem Virus: zwei in Spanien und einen in Brasilien. Allerdings ist auch bei diesen drei Fällen unklar, ob Affenpocken die Ursachen für die Todesfälle waren.

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