Armenien

Mindestens drei Tote und Dutzende Verletzte bei Explosion in Eriwan

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Explosionsort in Eriwan Bild: AFP

Bei einer Explosion auf einem Großmarkt in der armenischen Hauptstadt Eriwan sind mindestens drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Die Explosion aus unbekannter Ursache löste einen Brand aus und brachte ein Gebäude zum Einsturz.

Bei einer Explosion auf einem Großmarkt in der armenischen Hauptstadt Eriwan sind mindestens drei Menschen getötet und Dutzende weitere verletzt worden. Die Explosion habe am Sonntag einen Brand ausgelöst, teilte das Katastrophenschutzministerium mit. Es gebe drei Tote, etwa 40 Verletzte seien in Krankenhäuser eingeliefert worden. Das Ministerium veröffentlichte eine Liste mit 25 Menschen, die nach der Explosion von ihren Angehörigen gesucht wurden. 

Die Explosion hatte sich nach Angaben der Behörden am frühen Nachmittag auf dem Großmarkt von Surmalu ereignet, der sonntags in der Regel sehr gut besucht ist. Ein Gebäude stürzte ein. Mit Baggern wurde unter den Trümmern nach Verschütteten gesucht, wie eine Journalistin der Nachrichtenagentur AFP berichtete. Zehn Überlebende sowie eine Leiche wurden geborgen. Insgesamt waren rund 200 Feuerwehrleute am Explosionsort im Einsatz.

Die Explosionsursache war zunächst unklar. Mehrere Medien berichteten unter Berufung auf Augenzeugen, die Explosion habe sich an einem Ort ereignet, an dem Feuerwerkskörper gelagert worden seien. Die Behörden äußerten sich zunächst nicht dazu.

Auf Fotos und Videos, die in Online-Netzwerken veröffentlicht wurden, war eine schwarze Rauchsäule zu sehen. In einem Video waren mehrere aufeinanderfolgende Detonationen zu hören.

Kurz nach der Explosion auf dem Markt wurde die Metro in Eriwan wegen Bombenalarms evakuiert. Es sei aber kein Sprengsatz gefunden worden, teilten die Behörden später mit.

Die Explosion in der Hauptstadt traf Armenien in schwierigen Zeiten. Das kleine Kaukasusland mit seinen rund drei Millionen Einwohnern hat sich noch nicht von dem 2020 ausgebrochenen Krieg mit dem Nachbarland Aserbaidschan erholt, der mit einer schweren Niederlage für Armenien endete. Außerdem steckt das Land in einer schweren politischen Krise.

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