Russland

Nato untersucht Gaslecks bei Nord-Stream-Pipelines in der Ostsee

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Karte der Ostsee mit dem Verlauf von Nord Stream Bild: AFP

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Das westliche Militärbündnis Nato untersucht die Gaslecks an den Nord-Stream-Pipelines. "Die Nato beobachtet die Situation in der Ostsee genau", sagte ein Vertreter des Bündnisses am Dienstag der Nachrichtenagentur AFP. Die Bündnispartner seien dabei auch im engen Austausch mit den Ostseeanrainern Finnland und Schweden, die zwar einen Mitgliedsantrag gestellt haben, aber noch keine Nato-Mitglieder sind.

Das Bundesinnenministerium in Berlin erklärte, es nehme die Beschädigungen an den Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 "sehr ernst". "Wir sind hierzu innerhalb der Bundesregierung, mit den deutschen Sicherheitsbehörden und mit unseren dänischen und schwedischen Partnern im engen Kontakt", erklärte das Ministerium im Kurzbotschaftendienst Twitter.

Aus den Pipelines Nord Stream 1 und 2 von Russland nach Deutschland tritt derzeit an drei Stellen in der Nähe der Insel Bornholm unkontrolliert Gas aus. Die dänische Marine veröffentlichte Aufnahmen, auf denen eine großflächige Blasenbildung an der Meeresoberfläche zu sehen ist. An einer Stelle seien die Blasen demnach auf einer kreisförmigen Fläche von einem guten Kilometer Durchmesser zu beobachten, erklärte das Militär.

Zu einer möglichen Ursache der Lecks lagen von offizieller Seite bislang keine Angaben vor. Wie andere sprach die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen von einem möglichen Sabotageakt: "Ein Zufall ist kaum vorstellbar."

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