Verbraucher

Verbraucherschützer: Commerzbank darf keine Entgelte für Sparkonten verlangen

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Die Commerzbank darf kein Entgelt für Guthaben auf Sparkonten verlangen. Entsprechende Klauseln im Preis- und Leistungsverzeichnis der Commerzbank erklärte das Landgericht Frankfurt am Main am Freitag nach Angaben der Verbraucherzentrale Hamburg für unzulässig. Sie hatte gegen die Commerzbank geklagt. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig. (Az. 2-25 O 228/21).

Das Gericht verpflichtete die Commerzbank den Angaben zufolge, alle betroffenen Kundinnen und Kunden darüber zu informieren, dass die Klauseln über Verwahrentgelte unwirksam sind und nicht mehr verwendet werden dürfen. "Das ist ein guter Tag für Verbraucherinnen und Verbraucher. Das Landgericht Frankfurt am Main schiebt mit seinem Urteil dem Versuch der Commerzbank, Kundinnen und Kunden unrechtmäßig Geld aus der Tasche zu ziehen, einen Riegel vor", erklärte Sandra Klug von der Verbraucherzentrale Hamburg.

Spareinlagen sind nach Auffassung der Verbraucherschützer Darlehensverträge, mit denen Verbraucherinnen und Verbraucher ihrer Bank einen Kredit gewähren. Es sei nicht nachzuvollziehen, warum Kundinnen und Kunden nicht nur keine Zinsen erhalten, sondern auch noch ein Entgelt für ihr Guthaben an die Bank zahlen sollen. Mit dem Verfahren gegen die Commerzbank AG wollten die Hamburger Verbraucherschützer grundsätzlich juristisch klären lassen, ob Entgelte für Guthaben auf Sparbüchern oder Sparkonten zulässig sind.

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