Technologie

Thermik Gerätebau: Lebenswichtige Technik für den Weltmarkt

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Marcel P. Hofsaess, Mehrheitsgesellschafter und alleiniger Geschäftsführer von Thermik, visionärer Erfinder mit über 1.000 Patenten in seinem Namen. @ Bild: thermik.de

Helden verrichten ihren Dienst oft im Verborgenen – genau wie die lebenswichtigen Entwicklungen von Thermik. Der Elektro-Spezialist aus Sondershausen versorgt von Deutschland aus den Weltmarkt mit Temperaturbegrenzern für elektrische Geräte. Über vier Milliarden Komponenten sind weltweit im Einsatz. Durch Entwicklungen wie die Mobilitätswende und Greentec ist die Tendenz deutlich steigend.

Innovationen made in Germany seit 1968

Kaum eine Branche ist so sehr vom Wandel geprägt wie die Elektrotechnik. Zum Vergleich: Im Jahr 1968, dem Gründungsjahr von Thermik, wurden minimale Datenmengen auf großen Lochkarten gespeichert. Heute passen riesige Datenmengen auf kleinste Mikrochips. Ähnliche Entwicklungen gab es analog im Bereich der thermoelektrischen Bauteile – wenn auch nicht so sehr im Fokus der Öffentlichkeit.

Die Geschichte von Thermik beginnt mit Schmelzsicherungen, die ab 1968 in Pforzheim entstehen. Wesentlich getragen und entwickelt von Firmengründer Peter Hofsaess, werden sie zum ersten Produkt des Unternehmens. Damals wie heute mit einem hohen Anspruch: die beste Qualität auf dem Markt zu bieten.

Der Einstieg in den Bereich Wärmeschutz erfolgt in den 1970er Jahren. Ausgangspunkt war der W1000 – ein Temperaturbegrenzer, der auf dem ersten Patent von Peter Hofsaess basierte. Das Besondere: Das Bauteil bestand aus einem Bimetall-Aufbau in runder Form. Die Konstruktion war in vielerlei Hinsicht wegweisend, löste sie doch zahlreiche elektro- und bautechnische Probleme. So wundert es wenig, dass der auf dem Grundentwurf fußende Temperaturbegrenzer S01 zum weltweit meistverkauften Exemplar seiner Art avancierte.

Es folgten zahlreiche weitere Erfindungen und Vergrößerungen des Betriebs – unter anderem mit Werken in Malaysia und den USA. Einen entscheidenden Einschnitt gab es 1992 durch das Ableben des Firmengründers, was Nachfolger Marcel P. Hofsaess vor eine große Herausforderung stellte. Während der Wettbewerb mit einer Stagnation rechnete, begann bei Thermik der entscheidende Schritt nach vorn – bis zum Innovationsführer im neuen Jahrtausend.

Wärmeschutz für elektrische Geräte: häufig unbekannt, immer unverzichtbar

Auf den ersten Blick wirken die Produkte unscheinbar: Moderne Temperaturbegrenzer, zum Beispiel für den Föhn, sind klein wie eine Nähnadel. Und doch leisten sie einen großen Dienst: Sie stellen sicher, dass Geräte nicht überhitzen.

Warum ist das nötig und wie funktioniert das? Ohne Wärmeschutz kann es passieren, dass alltägliche Haushaltsgeräte wie ein Mixer oder ein Ventilator sich immer weiter aufheizen – im schlimmsten Fall bis zum Brand. Die temperatursensitiven Bauteile von Thermik verhindern das, indem sie den Stromkreis unterbrechen, wenn eine kritische Temperatur erreicht wird. Nach dem Abkühlen schaltet die Sicherung den Strom selbsttätig wieder frei.

Qualität macht den Unterschied

Temperatur zu hoch, Strom aus. Das Prinzip hinter elektrotechnischem Wärmeschutz ist simpel – die Technik ist es ganz sicher nicht. In den kleinen Temperaturbegrenzern, die von Thermik in Deutschland gefertigt werden, steckt jahrelange Entwicklungsarbeit. Miniaturisierung und Individualisierung sind zwei wesentliche Trends, die hier eine Rolle spielen. Die Technik ist umso ausgefeilter, je besser sie zum Produkt passt und je unscheinbarer sie sich in den Aufbau einfügt.

Wodurch zeichnen sich die Bauteile von Thermik aus? Geschäftsführer Marcel P. Hofsaess nennt gleich eine Reihe von Vorzügen, mit denen das Unternehmen regelmäßig seine Kunden begeistert. Zum Beispiel die, wortwörtlich, inneren Werte: „Durch den höheren Anteil von Edelmetallen in den Thermikprodukten werden die elektrischen Eigenschaften gegenüber Wettbewerbsprodukten erhöht“, erläutert der Unternehmer, der bereits seit den 1990er Jahren das Unternehmen führt und früh entscheidende Weichen Richtung Zukunft gestellt hat. Unter seiner Führung meldete das Unternehmen bereits über 1.500 Patente an – die Innovationsstärke und der Innovationsschutz sind ebenfalls klare Argumente für den deutschen Produzenten.

Hinzu kommen branchenweit führende Qualitätsmerkmale wie ein vollautomatisches Prüfverfahren. Das bedeutet, dass jeder Auftrag individuell geprüft wird, wodurch das Unternehmen Systemfehler in ausgelieferten Produkten effizient verhindert. Nicht ohne Stolz spricht Marcel Hofsaess, der die Entwicklungsabteilung selbst lange Jahre leitete, außerdem von der exklusiven Zusammenarbeit mit Lieferanten. Häufig entstehen in Kooperation mit den Zulieferern individuelle Produkte. „So ist sichergestellt, dass Thermik für die Produktion seiner Bauteile auf Bezugsteile zurückgreifen kann, die für Wettbewerber nicht zugänglich sind“, stellt der Geschäftsführer klar.

Innovationsgeist in der Unternehmensführung verankert

Welche zentrale Rolle Innovation und Erfindergeist bei Thermik einnehmen, beweist die Arbeit von Marcel P. Hofsaess selbst. Der Mehrheitsgesellschafter und alleinige Geschäftsführer entscheidet nicht nur über die strategische Weichenstellung für heute und morgen. Er ist selbst als Erfinder mit über 1.000 eigenen Patenten maßgeblich am herausragenden Innovationsniveau von Thermik beteiligt. Nicht nur, dass er damit branchenweit der einzige Erfinder und Geschäftsführer ist – er hat die Innovation fest in der unternehmerischen DNA der Firma verankert.

Die Erfolge sind sichtbar. Zum einen in der Fertigung selbst: Produkte von Thermik sind in der Regel kleiner, hochwertiger und leistungsfähiger als vergleichbare Lösungen des Wettbewerbs. Zum anderem im Renommee: Das Unternehmen wurde mit verschiedenen Awards ausgezeichnet. Jüngst zum Beispiel mit der Auszeichnung „German Standards“, die nur an deutsche Weltmarkführer verliehen wird, die national wie international jeweils über 50 % der Marktanteile halten.

Forschung bei Thermik: internationale Spitzentechnik und individuelle Entwicklungen

Doch wie kommt ein Temperaturbegrenzer in ein elektrisches Gerät? Thermik bietet seinen Kunden zwei unterschiedliche Lösungen an. Zum einen standardisierte Bauteile. Hierfür findet im Haus eine umfassende Grundlagenforschung statt. Ziel ist es in der Regel, leistungsstärkere und kleinere Produkte zu entwickeln. Von diesen Innovationen können alle Kunden profitieren.

Häufig findet die Entwicklung jedoch kundenspezifisch statt. Das heißt, ein Abnehmer wie BOSCH, Kärcher oder SMA hat konkrete Vorgaben in Bezug auf das spätere Bauteil. Auf Grundlage eines Lastenheftes entstehen dann individuelle Produkte, die den Kunden exklusiv zur Verfügung stehen. Die Gründe dafür liegen auf der Hand: Thermik bietet seinen Partnern damit entscheidende Vorteile im jeweiligen Wettbewerb. Neben der Leistungssteigerung geht es dabei auch um eine Rationalisierung der Produkte. Marcel Hofsaess betont: „Solche Entwicklungen haben in der Regel sehr lange Produktlebenszyklen von über 20 Jahren, was die dadurch gewonnenen Innovationsvorsprünge unserer Kunden bestätigt.“

Temperaturbegrenzer und Wärmeschutz: eine Sparte mit großer Zukunft

Wie wird es weitergehen mit den Entwicklungen aus Deutschland? Fakt ist: Der Markt für Thermikprodukte wird weiter wachsen. Die Energiewende trägt maßgeblich dazu bei. Windräder, Ladestationen, Solarpanele, Wärmepumpen, Wasserstoffanlagen – die Liste von Technologien, die überhitzungsgefährdet sind, ist lang. Durch leistungsstärkere Produkte trägt Thermik hier einen wichtigen Anteil dazu bei, gesamtgesellschaftliche Ziele weiter voranzubringen. Greentec erstreckt sich darüber hinaus über zahlreiche weitere Bereiche. Das Spektrum reicht von der Wärmepumpe bis zur Robotik. Was sie alle gemeinsam haben? Thermik ist schon heute mit eigenen Entwicklungen für den Wärmeschutz in jedem Bereich präsent.

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