Dänemark

Dänische Armee hilft bei Schutz jüdischer und israelischer Einrichtungen

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Geschändeter Gedenkstein auf Israel-Platz in Kopenhagen Bild: AFP

Jüdische und israelische Einrichtungen in Kopenhagen werden ab Mittwoch von der dänischen Armee geschützt.'Der Konflikt im Nahen Osten habe zu einem 'absolut inakzeptablen Anstieg des Antisemitismus' geführt, sagte Justizminister Peter Hummelgaard.

Jüdische und israelische Einrichtungen in Kopenhagen werden ab Mittwoch von der dänischen Armee geschützt. "Der Konflikt im Nahen Osten hat zu einem absolut inakzeptablen Anstieg des Antisemitismus und der Unsicherheit für Juden in Dänemark geführt", sagte Justizminister Peter Hummelgaard am Sonntag zur Begründung. "Wir befinden uns in einer Situation, in der die terroristische Bedrohung, die über Dänemark schwebt, ernst ist."

Das Verteidigungsministerium erklärte, die Polizei habe durch die Proteste gegen den Krieg zwischen Israel und der radikalislamischen Hamas und gleichzeitig stattfindende Koranverbrennungen durch einwanderungsfeindliche Gruppen sehr viel zu tun. "In diesem Zusammenhang werden die Streitkräfte die Überwachung jüdischer und israelischer Stätten in Kopenhagen unterstützen", wie etwa von Synagogen oder der israelischen Botschaft.

Nach Angaben des unabhängigen Forschungsinstituts Utrikespolitiska leben in Dänemark schätzungsweise 6000 bis 8000 Juden. Seit dem Beginn des jüngsten Nahost-Krieges nehmen antisemitische Straftaten in vielen europäischen Ländern zu.

Am 7. Oktober waren hunderte Kämpfer der von den USA und der EU als Terrororganisation eingestuften Hamas nach Israel eingedrungen und hatten Gräueltaten überwiegend an Zivilisten verübt. Israelischen Angaben zufolge wurden etwa 1200 Menschen in Israel getötet und etwa 240 Menschen als Geiseln verschleppt.

Als Reaktion begann Israel mit massiven Angriffen auf Ziele in dem dicht besiedelten Gazastreifen. Nach jüngsten Angaben der Hamas, die sich nicht unabhängig überprüfen lassen, wurden seitdem mehr als 15.500 Menschen in dem Palästinensergebiet getötet. Eine mehrtägige Waffenruhe endete am Freitag.

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