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Spanierin folgt FDP-Politiker Hoyer an Spitze der EU-Investitionsbank nach

  • AFP
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  • 8. Dezember 2023, 11:02 Uhr
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Nadia Calviño soll Chefin der EU-Investitionsbank werden Bild: AFP

Eine Spanierin folgt dem FDP-Mann Werner Hoyer an der Spitze der Europäischen Investitionsbank (EIB) nach. Die stellvertretende spanische Regierungschefin Nadia Calviño wird die erste Frau auf diesem Posten, wie die EU-Finanzminister beschlossen.

Eine Spanierin folgt dem FDP-Politiker Werner Hoyer an der Spitze der Europäischen Investitionsbank (EIB) nach. Die stellvertretende spanische Regierungschefin und Wirtschaftsministerin Nadia Calviño wird ab Januar die erste Frau auf diesem Posten, wie die EU-Finanzminister am Freitag in Brüssel beschlossen. Sie werde eine "starke" Vorsitzende, sagte Belgiens Finanzminister Vincent Van Peteghem als Vorsitzender des Gouverneursrats der EIB.

Die 55-jährige Calviño äußerte sich "dankbar und geehrt" über die Unterstützung ihrer Kollegen. Die EIB mit Sitz in Luxemburg sei "die größte öffentliche Entwicklungsbank der Welt und eine Schlüsselinstitution für die europäische Wirtschaft", betonte sie. Sie wolle dazu beitragen, dass die Bank eine noch größere Rolle beim Übergang zu einer klimafreundlichen Wirtschaft und bei Finanzhilfen für die Ukraine spiele.

Spaniens Regierungschef Pedro Sánchez hatte bereits vergangene Woche in Madrid gesagt, seine Stellvertreterin sei für den Posten gesetzt. Die parteilose Politikerin ist seit 2018 Spaniens Wirtschaftsministerin. Zuvor leitete sie in Brüssel von 2014 bis 2018 die Generaldirektion Haushalt.

Die 27 EU-Finanzministern bilden den Gouverneursrat der Investitionsbank und billigten die Personalie im "Konsens", wie Van Peteghem sagte. Calviño hatte ihre Kandidatur für die EIB im August bekannt gegeben. Als Hauptkonkurrentin galt die Dänin Margrethe Vestager. Die 55-Jährige war fast zehn Jahre lange EU-Wettbewerbskommissarin und ließ sich wegen ihrer Kandidatur vorübergehend beurlauben.

Der FDP-Politiker Hoyer steht der Europäischen Investitionsbank seit 2012 vor. Das Mandat des 72-Jährigen läuft zum Jahresende aus, deshalb drängte die Zeit für eine Einigung. Die Bundesregierung hatte sich in der Nachfolge-Frage lange nicht festgelegt. Die Investitionsbank vergibt Kredite etwa für Programme zum Klimaschutz und zur Digitalisierung.

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