Umwelt

Mexikos Präsident schlägt Volksentscheid über Stierkämpfe in der Hauptstadt vor

  • AFP
  • In UMWELT
  • 8. Dezember 2023, 22:38 Uhr
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Stierkampf in Mexiko-Stadt im Februar 2022 Bild: AFP

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat vorgeschlagen, mit einem Referendum über die Zukunft des Stierkampfes in der Hauptstadt Mexiko-Stadt entscheiden zu lassen.

Mexikos Präsident Andrés Manuel López Obrador hat vorgeschlagen, mit einem Referendum über die Zukunft des Stierkampfes in der Hauptstadt Mexiko-Stadt entscheiden zu lassen. Dies sei seine Empfehlung unabhängig vom andauernden Rechtsstreit zu dem Thema, sagte Obrador am Freitag bei seiner täglichen Pressekonferenz. "In diesem Fall wäre es meiner Meinung nach das Beste für alle", fügte der Präsident hinzu.

Mexiko ist eine Hochburg des Stierkampfs und die Stierkampfarena der Hauptstadt ist mit einem Fassungsvermögen von 50.000 Besuchern die größte ihrer Art weltweit.

Im Juni 2022 hatte ein Richter die Aussetzung von Stierkämpfen auf unbestimmte Zeit angeordnet und damit zugunsten von Tierschutzaktivisten entschieden, die gegen den jahrhundertealten Brauch geklagt hatten. Am Mittwoch kassierte ein Richtergremium des obersten Gerichts die Entscheidung jedoch ein. Der Fall wird zurück an die Vorinstanz übergeben un könnte dann erneut vor dem obersten Gericht landen. 

Bisher haben nur fünf von Mexikos 32 Bundesstaaten ein Stierkampfverbot erlassen. Bei der Entscheidung geht es auch um Geld. 2018 wurden in Mexiko mit Stierkämpfen 343 Millionen Dollar (rund 319 Euro) erwirtschaftet und 80.000 Menschen beschäftigt. 

Die Debatte wird inzwischen auch in anderen Ländern Südamerikas geführt. So ist es in den Hauptstädten Kolumbiens und Ecuadors verboten, Stiere zu töten. In Peru entschieden die Gerichte gegen ein Verbot. In Europa sind Stierkämpfe in Frankreich, Portugal und Spanien erlaubt. 

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