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Eine Reisende ist nach dem tödlichen Hantavirus-Ausbruch einem niederländischen Kreuzfahrtschiff "kurzzeitig" an Bord einer Passagiermaschine der niederländischen Fluggesellschaft KLM gewesen. Wegen des Gesundheitszustands der Passagierin zu diesem Zeitpunkt habe die Besatzung jedoch entschieden, sie nicht auf diesem Flug mitreisen zu lassen", erklärte KLM am Mittwoch. Die Angaben bezogen sich demnach auf den Flug von Johannesburg nach Amsterdam am 25. April um 23.15 Uhr (Ortszeit).
"Nachdem der Passagier aus dem Flugzeug ausgestiegen war, startete der Flug in Richtung Niederlande", fügte KLM hinzu. Die niederländischen Gesundheitsbehörden kontaktieren derzeit "vorsorglich" die Passagiere, die sich an Bord dieses Fluges befunden hätten.
Die "Hondius" liegt seit Sonntag mit rund 150 Menschen an Bord vor Kap Verde vor der Westküste Afrikas vor Anker, nachdem zuvor das Virus an Bord festgestellt worden war. Drei Menschen, darunter eine Deutsche, starben bisher an den Folgen.
Ein erster Kreuzfahrt-Passagier aus den Niederlanden war nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions am 11. April an Bord gestorben. Seine Frau ging am 24. April auf der Insel St. Helena im Südatlantik von Bord, flog nach Johannesburg und starb dort am 26. April in einem Krankenhaus.
Die WHO und Südafrikas Behörden versuchen nun, die 82 Passagiere und sechs Crewmitglieder ausfindig zu machen, die mit der Frau in der Maschine der südafrikanischen Fluggesellschaft Airlink gewesen waren.
Am Mittwochvormittag wurden drei Menschen im Hafen der kapverdischen Hauptstadt Praia von Bord des Schiffes geholt. Dabei handelt es sich um zwei Besatzungsmitglieder aus Großbritannien und den Niederlanden, die nach Angaben des Kreuzfahrtveranstalters Oceanwide Expeditions schwer erkrankt sind, sowie um eine Kontaktperson der am 2. Mai auf dem Schiff gestorbenen Deutschen. Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums ist diese Kontaktperson ebenfalls "eine Deutsche".
Am Nachmittag hoben dann zwei Sanitätsflugzeuge ab. Wie aus Daten des Portals Flightradar24 hervorgeht, sollte die größere der beiden Maschinen am Abend in Amsterdam landen. Die Düsseldorfer Feuerwehr war unterwegs, um nach eigenen Angaben eine Person in Amsterdam abzuholen und mit einem "Hochrisikotransport" zur Universitätsklinik Düsseldorf zu bringen. Ob die betroffene Person infiziert ist, ist allerdings noch unklar. Ein Feuerwehrsprecher sagte, sie habe bisher keine Symptome.
Eine der beiden Maschinen landete später auf den Kanarischen Inseln. Ein Journalist der Nachrichtenagentur AFP beobachtete die Landung des Flugzeugs auf dem Flughafen von Gran Canaria. Es war aber zunächst unklar, welche der Evakuierten an Bord waren.
Die Regionalregierung sprach von einer "technischen Zwischenlandung" des Sanitätsflugzeugs auf den Kanaren nach einer verweigerten Landeerlaubnis durch Marokko. Aus Kreisen des regionalen Gesundheitsministerium hieß es, die "Isolationshülle eines Patienten" sei beschädigt und müsse repariert werden.
"Niemand wird aussteigen oder an Bord gehen", hieß es weiter. Das Flugzeug werde anschließend seine "geplante Route" in die Niederlande fortsetzen.