Psyche

Erzeugt Internetsucht mangelndes Mitgefühl?

  • In GESUNDHEIT
  • 1. Oktober 2015, 12:05 Uhr
  • Annette Bulut (mp)
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mp Ulm/Bonn - Internetsüchtige vernachlässigen Arbeit und Privatleben, um im Internet in sozialen Netzwerken aktiv zu sein oder online zu spielen.nn(Link zum Bild: http://www.pixelio.de/media/737922) Erwin Lorenzen / pixelio.de

Durch Internetsucht steigt offenbar das Risiko ein mangelndes Mitgefühl zu entwickeln. Oder entsteht Internetsucht, wenn die Fähigkeit zur Empathie ohnehin nicht vorhanden ist?

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Durch Internetsucht steigt offenbar das Risiko ein mangelndes Mitgefühl zu entwickeln. Oder entsteht Internetsucht, wenn die Fähigkeit zur Empathie ohnehin nicht vorhanden ist? Wissenschaftler untersuchten jetzt, ob Persönlichkeitseigenschaften oder der kulturelle Hintergrund die Neigung zu Internetsucht begünstigen. Das berichtet das "Ärzteblatt" online. Der Zusammenhang zwischen der Fähigkeit zum Mitgefühl - Empathie - und problematischer Internetnutzung bestätigte sich bei der Studie der Wissenschaftler um den Ulmer Molekularpsychologen Christian Montag. Dazu befragten sie über 600 Studierende in Deutschland und China. Das "Henne-Ei-Problem" bleibt allerdings unbeantwortet. Die aktuelle Studie konnte die Frage nicht abschließend beantworten, ob die übermäßige Nutzung von Online-Medien die Empathie-Fähigkeit senke oder ob andersherum mangelndes Mitgefühl zu Internetsucht führt. Sie lieferte allerdings Hinweise darauf, dass Persönlichkeitseigenschaften wie mangelnde Empathie die Triebfeder für Internetsucht sein könnten.

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