Erneuerbare-Energie

Verkehrssektor hinkt im Energieverbrauch hinterher

  • Steve Schmit
  • In UNTERNEHMEN
  • 19. Februar 2016, 13:50 Uhr
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wid Groß-Gerau - Der Anteil an den Erneuerbaren Energien im Verkehrssektor ist zu gering. Agentur für Erneuerbare Energien e.V. / Eurostat

Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll in der EU bis 2020 auf 20 Prozent des Brutto-Endenergieverbrauchs steigen. Allerdings hapert es im Verkehrssektor.


Der Anteil der Erneuerbaren Energien soll in der EU bis 2020 auf 20 Prozent des Brutto-Endenergieverbrauchs steigen. Tatsächlich werden auf dem Gebiet Fortschritte gemacht, sodass das Ziel realistisch erscheint. Allerdings hapert es im Verkehrssektor. "Die meisten EU-Mitgliedsstaaten haben große Fortschritte beim Ausbau der Erneuerbaren Energien gemacht. Für effektiven Klimaschutz sind aber noch deutlich mehr Anstrengungen im Mobilitätsbereich nötig", so Philipp Vohrer von der Agentur für Erneuerbare Energien (AEE).

Auf den europäischen Verkehrssektor entfallen rund 30 Prozent des Energiebedarfs. 2014 erreichte der Anteil der Erneuerbaren Energien nicht einmal sechs Prozent. Den Großteil davon stellen Biokraftstoffe. Der tatsächliche Anteil fällt aber noch geringer aus, da Biokraftstoffe aus Abfällen und Strom aus Erneuerbaren Energien höher abgerechnet werden. "Zwar ist der Anteil im Verkehrssektor in den vergangenen Jahren ausgehend von niedrigem Niveau stetig gestiegen. Beim aktuellen Ausbautempo werden wir jedoch selbst das bescheidene Zehn-Prozent-Ziel verfehlen. Zudem fehlt es an klaren Zielvorgaben für das nächste Jahrzehnt", so Vohrer.

Dabei wäre das Potenzial durchaus vorhanden, um die zehn-Prozent-Marke zu knacken, allein durch Biokraftstoffe. Auch die Elektromobilität hat als wichtiger Aspekt eines gesenkten Energieverbrauchs zu wenig Zulauf. 2015 lag der EU-weite Marktanteil von rein elektrisch betriebenen Pkw mit 146.000 Neuzulassungen bei knapp einem Prozent. (vm/en-wid)

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