In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 72.000 Frauen an Brustkrebs. 90 Prozent der Erkrankten können geheilt werden. Die Therapie ist für alle Betroffenen eine Herausforderung. Viele Patientinnen leiden besonders unter dem Verlust ihrer Haare.
In Deutschland erkranken jedes Jahr rund 72.000 Frauen an Brustkrebs. 90 Prozent der Erkrankten können geheilt werden. Die Therapie ist für alle Betroffenen eine Herausforderung. Viele Patientinnen leiden besonders unter dem Verlust ihrer Haare. Experten von der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V. (DHA) raten, sich frühzeitig auf den Haarausfall vorzubereiten. Ein Kurzhaarschnitt kann dabei helfen, sich an das veränderte Erscheinungsbild zu gewöhnen. Auch eine Perücke ist eine Alternative. Hierfür sollte die jeweilige Krankenkasse befragt werden, ob und in welcher Höhe Kosten übernommen werden. Daneben entscheiden sich Patientinnen auch öfter für Kopfbedeckungen wie Tücher, Mützen oder Hüte. Beim Kaschieren von fehlenden Wimpern und Augenbrauen hilft Make-Up.
Die Kopfhaut wird durch den starken Haarausfall gereizt. Die DHA-Experten weisen darauf hin, dass ein mildes Shampoo für Kopf und Haare benutzt werden sollte. Im Anschluss ist ein vorsichtiges Trockentupfen die schonendste Methode. Abzuraten ist vom Einsatz durchblutungsfördernder Shampoos. Da Chemotherapeutika und begleitende Medikamente die Durchblutung und das Gefäßwachstum bewusst hemmen, könnten solche Mittel den Behandlungserfolg gefährden.
Nach Behandlungs-Abschluss dauert es, bis die Haare wieder nachgewachsen sind. Pro Monat wachsen sie etwa einen Zentimeter. Beschleunigen lässt sich der Prozess nicht. Geduld ist also angesagt. Was jedoch hilft, ist die Einnahme von Vitamin H, da dadurch die Haarstruktur gekräftigt wird.