Gesundheit

Neue Stufe der Röntgenstrahlung

  • In GESUNDHEIT
  • 19. Mai 2017, 13:05 Uhr
  • Steve Schmit/mp
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mp Groß-Gerau - Klassische Röntgenaufnahmen könnten schon bald durch die Phasenkontrast-Bildgebung ergänzt werden, um präzisere Ergebnisse zu liefern. toubibe / Pixabay.com / CC0

Eine neue Art der Röntgen-Technologie verspricht genauere Bildgebung. Für Ärzte und Patienten bedeutet das eine präzisere Sicht in den Körper für verbesserte Diagnosen.

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Eine neue Art der Röntgen-Technologie steht kurz vor ihrer klinischen Einführung. Für Ärzte und Patienten bedeutet das eine präzisere Sicht in den Körper für verbesserte Diagnosen.

Gewöhnliche Röntgenbilder setzen auf absorbierte Röntgenstrahlung, mit der nicht alle Gewebe und Körperregionen "abgelichtet" werden können. "Schwierig darzustellen sind zum einen sehr feine Strukturen, zum anderen Strukturen mit sehr ähnlicher Röntgendichte", erklärt Franz Pfeiffer von der TU München. "Röntgenstrahlung lässt sich wie Licht sowohl als Teilchen als auch als Welle interpretieren."

Hier kommt die neue Phasenkontrast-Bildgebung zum Einsatz, die auf die Wellen-Eigenschaften der Röntgenstrahlung setzt. Wellen werden an Grenzflächen optisch gebrochen, ähnlich wie bei einem Prisma. Sie können die Richtung ändern und miteinander interferieren. Die Methode ist um ein Vielfaches präziser bei der Bildgebung.

"Zum Beispiel lassen sich pathologische Veränderungen der Lungenbläschen bei chronisch-obstruktiver Lungenerkrankung (COPD) schon in einem sehr frühen Stadium darstellen", sagt Franz Pfeiffer. "Auch Verwachsungen des Lungengewebes, wie sie bei einer Lungenfibrose oder auch nach einer Strahlentherapie auftreten können, sind sehr gut erkennbar." Erste Schritte, die neue Methode bei Menschen zu etablieren, werden jetzt unternommen.

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