Fahrbericht

Kia Picanto: Ein Großer unter den Kleinsten

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mid Groß-Gerau - Der Kia Picanto ist ein frischer Kleinstwagen mit sieben Jahren Garantie. Kia

Warme Hände beim Autofahren - das ist kein Privileg für Reiche und Superreiche. Kia hat den Luxus des beheizten Lenkrads demokratisiert und bis in seine allerkleinste Baureihe namens Picanto durchgereicht. Bei 9.990 Euro beginnt die Preisliste - und bei 12.690 Euro wird es dann richtig interessant.

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Warme Hände beim Autofahren - das ist kein Privileg für Reiche und Superreiche. Kia hat den Luxus des beheizten Lenkrads demokratisiert und bis in seine allerkleinste Baureihe durchgereicht. Und auch sonst hat der aktuelle Picanto einiges zu bieten, wenn der künftige Besitzer ein paar Euro mehr ausgeben kann. Bei 9.990 Euro beginnt die Preisliste - und bei 12.690 Euro wird es dann richtig interessant.

Denn ab dieser Summe wird das Dauer-Sondermodell Dream Team Edition angeboten. Es verfügt über eben dieses heizbare Lenkrad und eine Sitzheizung vorne - ein echtes Argument für verfrorene Zeitgenossen angesichts des angebrochenen Winters. Die Klimaanlage ist ebenfalls inklusive. Und so nette Zutaten wie elektrischen Fensteröffner hinten, 14-Zoll-Leichtmetallfelgen, eine Freisprecheinrichtung oder die Privacy-Verglasung ebenso. Die unverzichtbare Zentralverriegelung gehört schon zur Edition 7, in der auch niemand frieren muss, weil ein "Emotion-Paket" für 890 Euro für Wärme an Fingern und verlängertem Rücken sorgt. Und wenn es doch ein bisschen mehr sein darf, nämlich in der feinen Variante Spirit mit einigen technischen und optischen Feinheiten, gibt es die zusätzliche Beheizung in Verbindung mit Parksensoren hinten, Tempomat oder anklappbaren Rückspiegeln im Komfort-Paket für 790 Euro.

Der Picanto wurde im Frühjahr erneuert - und das spürt man. Er sieht außen schon mal einen ganzen Tick frischer aus als sein erfolgreicher Vorgänger. Zudem wirkt das Innere wertiger, appetitlicher und übersichtlicher. Mit der Bedienung der Schalter und des Touchscreens kommt eigentlich jeder Fahrer oder jede Fahrerin auf Anhieb klar. Die nicht besonders großen Sitze vorn geben guten Seitenhalt, das Lenkrad lässt sich in der Höhe auf den jeweiligen Piloten einstellen. Dass Kia beim Generationenwechsel kräftig am Gesamtauftritt gearbeitet hat, ist deutlich zu spüren: Vorn geht es auffallend geräumig zu - auffallend, weil der Picanto ja nur bescheidene 3,60 Meter in seiner Länge misst. Der Platz im Fond geht in Ordnung, zur Not auch mal für drei nicht zu kräftige Hinterbänkler, die sich über die serienmäßigen Fond-Türen freuen. Der Kofferraum ist mit einem Volumen von 255 bis 1.010 Liter bei den Kleinstwagen einer der Größten. Kleines Manko: Die Koffer und Taschen müssen bei voller Ausnutzung des Gepäckabteils, also nach Herausnehmen des doppelten Ladebodens, ziemlich weit hochgehoben werden. Bleibt der Ladeboden drin, ergibt sich nach dem Umklappen der Rücksitzbank eine annähernd ebene Fläche.

Der Einliter-Dreizylinder des Testwagens liefert seine 67 PS auf ehrliche, verlässliche Weise ab. Klar: Irgendwelche sportliche Ambitionen sind definitiv kein Thema. Aber das Aggregat reicht völlig aus, um nicht als rollendes Verkehrshindernis wahrgenommen zu werden und einigermaßen zügig von A nach B zu kommen - solange der Sauger ordentlich auf Trab gehalten wird. Bei 4,2 Liter liegt der Normverbrauch, in der Praxis sind Werte zwischen fünf und sechs Liter auf 100 Kilometern realistisch. Dank des kleinen Wendekreises von 9,40 Metern wuselt der Koreaner flink durch die Stadt und macht sich als Parkplatz-König beliebt. Über Land erweist er sich als ausgesprochen erwachsen wirkendes Auto mit ordentlichem Komfort und einem narrensicheren Fahrwerk.

Der Picanto ist mit bis zu sieben Airbags (ab Spirit) und dem 590 Euro teuren autonomen Notbremsassistenten in Sachen Sicherheit in der Kleinstwagenklasse vorn mit dabei. Auf Wunsch gibt es auch so schöne Sachen wie Sieben-Zoll-Kartennavigation, die Vernetzungsmöglichkeit fürs Smartphone oder die Rückfahrkamer - bei der Dream Team Edition für 890, beim Spirit für 990 Euro. Die induktive Ladestation fürs Handy ist in den beiden Ausstattungsstufen serienmäßig installiert.

Ganz schön viel Auto auf 3,60 Metern - der Picanto zeigt einmal mehr, dass die aktuellen Kleinstwagen gar nichts mehr mit rollenden Verzichtserklärungen zu tun haben. Er ist ein braver Begleiter im Alltag und, wenn es der Geldbeutel hergibt, auch fast schon ein Luxus-Zwerg. Und die 7-Jahres-Garantie von Kia gilt natürlich auch für ihn.

Rudolf Huber / mid, Bianca Burger / mid

Technische Daten Kia Picanto 1.0 Spirit:
Fünftüriger, fünfsitziger Kleinstwagen, Länge/Breite/Höhe/Radstand in Millimetern: 3.595/1.595/1.485/2.400, Leergewicht 959 kg, zul. Gesamtgewicht: 1.400 kg, Kofferraumvolumen: 255 bis 1.010 l, Wendekreis: 9,40 Meter, Tankinhalt: 35 Liter, Preis: ab 13.890 Euro
Motor: Dreizylinder-Saugbenziner, Hubraum: 998 ccm, Leistung: 49 kW/67 PS bei 5.500 U/min, max. Drehmoment: 96 Nm bei 3.500 U/min, Höchstgeschwindigkeit: 161 km/h, 0 bis 100 km/h: 14,3 s, Normverbrauch: 4,2 l/100 km, CO2-Ausstoß: 97 g/km, Fünfgang-Schaltgetriebe, Frontantrieb.

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