Umfrage

Die ungeregelte Nachfolge

  • In UNTERNEHMEN
  • 21. November 2018, 11:43 Uhr
  • Rudolf Huber/wid
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wid Groß-Gerau - Was tun, wenn der Chefstuhl plötzlich vakant wird? Viele Unternehmen haben für diesen Fall nicht vorgesorgt. Pixabay.de / Patrick Sommer

Unternehmen sind heutzutage vielen existenziellen Gefährdungen ausgesetzt. Eine davon wird viel zu oft nicht oder erst zu spät registriert: die der ungeregelten Nachfolge.


Unternehmen sind heutzutage vielen existenziellen Gefährdungen ausgesetzt. Eine davon wird viel zu oft nicht oder erst zu spät registriert: die der ungeregelten Nachfolge.

Bei einer Umfrage unter 165 Firmenchefs hat The Alternative Board (TAB) festgestellt: 81 Prozent der Unternehmer verfügen über keinen Notplan für den Fall, dass ihnen etwas zustößt und sie für längere Zeit oder schlimmstenfalls für immer ausfallen.

Zwölf Prozent sehen in einem solchen Fall den Unternehmensfortbestand sogar grundsätzlich gefährdet. Ebenfalls erschreckend: Umfassend-aktuelle Testaments-Regelungen zur Todesfall-Nachfolge gibt es bei 61 Prozent der befragten Unternehmer nicht. Nur gut jeder Dritte (35 Prozent) hat sich bereits ausführlich oder sehr ausführlich mit dem Nachfolgethema beschäftigt, mehr als die Hälfte (55 Prozent) kaum und jeder Zehnte gar nicht.

"Wenn auch wenig geregelt ist, klare Wünsche haben die Firmenlenker schon", so TAB. Und zwar rangiert die familieninterne Nachfolge durch Kinder an erster Stelle (46 Prozent), gefolgt von einer Nachfolge durch Mitarbeiter (37 Prozent). Mögliche Haupterschwernisse bei der Unternehmensübergabe sehen die Befragten darin, dass die vorgesehenen Personen die Nachfolge nicht antreten (27 Prozent) oder dass diese nicht ausreichend vorbereitet sind (26 Prozent).

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