Gesundheit

Schuhkauf mit Hand und Fuß

  • Ralf Loweg/mp
  • In GESUNDHEIT
  • 18. Juni 2019, 18:27 Uhr
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mp Groß-Gerau - Wer optimal sitzende Schuhe sucht, der sollte möglichst am Abend ins Schuhgeschäft. Wort & Bild Verlag - Diabetes Ratgeber

Unbequeme Schuhe setzen nicht nur unseren sensiblen Füßen zu. Diese Qual geht auch aufs Gemüt. Dabei stehen viele vor einem Rätsel. Denn im Schuhgeschäft haben diese modischen Begleiter, die uns auf Schritt und Tritt folgen, ja noch gepasst. Des Rätsels Lösung: Wahrscheinlich haben wir die Schuhe zur falschen Tageszeit anprobiert.


Unbequeme Schuhe setzen nicht nur unseren sensiblen Füßen zu. Diese Qual geht auch aufs Gemüt. Dabei stehen viele vor einem Rätsel. Denn im Schuhgeschäft haben diese modischen Begleiter, die uns auf Schritt und Tritt folgen, ja noch gepasst. Des Rätsels Lösung: Wahrscheinlich haben wir die Schuhe zur falschen Tageszeit anprobiert.

Wer optimal sitzende Schuhe sucht, der sollte möglichst am Abend ins Schuhgeschäft. Abends sind die Füße dicker: Schuhe, die dann passen, drücken am nächsten Morgen nicht, wie das Apothekenmagazin "Diabetes Ratgeber" schreibt. Im Stehen sollte im Schuh vorne ein Zentimeter Platz sein. Aber auch auf Weite und Breite sollte man achten: Weite Schuhe haben Luft nach oben, breite eine große Auftrittsfläche. Wer Gefühlsstörungen im Fuß hat, sollte möglichst geschlossene Schuhe wählen - zum Schutz vor Steinchen oder Scherben.

"Auch gesunden Menschen wird man als Arzt nicht raten, schlecht sitzende Schuhe zu tragen", sagt Gidon Bönhof, Studienarzt am Deutschen Diabetes-Zentrum in Düsseldorf. "Für nicht mehr ganz junge Menschen mit Diabetes gilt das besonders." Sie sollten alles vermeiden, was an den Füßen zu Fehlstellungen führen oder scheuern könnte. Beides führt zu Druckstellen, woraus sich langwierige Wunden entwickeln können.

Spätestens wenn eine Nervenschädigung festgestellt wird, sollten Diabetiker möglichst nur Schuhe tragen, die als Prophylaxe-Schuhe oder auch als Diabetes-Schutz-Schuhe bezeichnet werden. Sie sind in der Regel innen gepolstert, um Druckstellen zu verhindern. Sie sind ausreichend breit und weit. Und sie haben weiche Vorderkappen, damit kein Druck auf die Zehen entstehen kann.

Die Schuhe sollten nahtfrei sein, um Reibung zu vermeiden, und sie bestehen aus atmungsaktivem Material, um die für Keime anfällige Haut von Diabetikern zu schonen. Spezielle Formen bei Sohle und Fersenkappe schützen den Fuß.

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