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Wie Corona die Arbeitswelt revolutionieren könnte

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@ janeb13 (CC0-Lizenz)/ pixabay.com

Für manche Berufsanfänger könnte der Einstieg ins Berufsleben aufgrund der Corona-Krise ganz anders aussehen, als ihn sich viele vielleicht noch zu Beginn der Ausbildung ausgemalt haben.

Innerhalb weniger Monate hat Corona die Arbeitswelt auf den Kopf gestellt. Da viele Firmen von jetzt auf gleich ins Home Office gezwungen wurden, haben auch Unternehmen das Modell ausprobiert, die vorher davon wenig überzeugt waren. Digitale Kommunikation ist umso wichtiger geworden: Die modernen Tools wie Zoom oder Skype ermöglichen Kontakt zu den Kollegen per Knopfdruck. Und ständig werden neue kreative Lösungen auf den Markt gebracht.

Weniger Büros, weniger Präsenzpflicht

Immer mehr Firmen entscheiden sich nun dafür, ihre Büroflächen zu reduzieren. So will beispielsweise die Allianz ihre Office-Flächen um ein Drittel verringern und auch die Deka Bank mietet künftig ein Viertel weniger Büros an. Der Kurznachrichtendienst Twitter hat bereits bekannt gegeben, dass es keine Präsenzpflicht mehr geben wird – die Mitarbeiter können ihren Standort flexibel wählen.

Diese Flexibilität kam durch Corona mit deutlich größeren Schritten, als sie sich vielleicht sonst über die Jahre hin entwickelt hätte. Wer heute als Student schon weiß, dass er später sehr wahrscheinlich in einem Büro-Job landet, wird zum Studienabschluss diverse Möglichkeiten für ortsunabhängige Jobs haben. Besonders administratives Arbeiten ist in vielen Berufen nicht mehr an einen Ort oder einen Schreibtisch gebunden, sondern wird immer stärker davon losgelöst.

Datensicherheit

Viren oder Malware sind nicht nur für Unternehmen aus dem IT-Sektor, sondern auch für Firmen aus anderen Bereichen ein Thema. Und das gilt auch beim Arbeiten von zuhause aus. Denn: Die Abhängigkeit von einer guten technologischen Infrastruktur besteht auch für die Mitarbeiter im Homeoffice. Um etwa Versuche von Hackern zu vereiteln, die durch Täuschung oder aber auch legale Datenbeschaffung an möglichst viele Informationen über eine Firma gelangen möchten, müssen Mitarbeiter geschult werden.

Es gab Fälle, in denen die sozialen Medien genutzt wurden, um sich die nötigen Informationen zu beschaffen. So wurden geheime Daten versehentlich preisgegeben, weil sie im Hintergrund von Selfies am Arbeitsplatz zu sehen waren. Das Arbeiten von zuhause aus kann solche Risiken verstärken. Arbeitnehmer sollten also sorgfältig mit der Datensicherheit umgehen. Im Privatleben sind aber besonders jüngere Menschen schon an die wesentlichen Abläufe gewöhnt. Das kann sich positiv auswirken, denn wer in seiner Freizeit viel im Internet unterwegs ist und weiß, wie er sich sicher bewegt, dem fällt die nötige Achtsamkeit auch im Beruf leichter.

Sichere Bezahlsysteme im Online Shop zu wählen oder bewusst deutsche PayPal Online Casinos und ähnlich sichere Anbieter zu bevorzugen, reduziert das Risiko, sensible Daten dem Missbrauch auszuliefern. Auch wer beispielsweise beim Streaming niemals Dateien aus unsicheren Quellen herunterlädt, ist auf der sicheren Seite. Eine internetaffine Freizeitgestaltung der Angestellten erleichtert das Verständnis und kann so auch Problemen im Beruf vorbeugen.

So kann die ortsunabhängige Arbeit gelingen

Wer am PC arbeitet, hat in der Regel gute Chancen, seinen Job auch ortsunabhängig ausüben zu können. Für die gute Zusammenarbeit zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist dafür jedoch einiges relevant:

1. Arbeitgeber und Arbeitnehmer sollten sich in einer ähnlichen Zeitzone befinden, zumindest wenn telefonische Absprachen stattfinden und eine gleichzeitige Kommunikation gegeben sein muss.

2. Arbeitsbeginn, Pausenzeiten und Arbeitsende sollten klar definiert werden, damit alle Beteiligten wissen, wann der Feierabend erreichbar ist.

3. Eine regelmäßige Abstimmung ist entscheidend, sodass Fehler und Lücken in den Prozessen schnell aufgedeckt werden.

4. Die Kommunikation sollte transparent sein, damit sowohl Arbeitgeber als auch Arbeitnehmer stets wissen, wie aktuelle Zielsetzungen und Strategien umgesetzt werden sollen. Wenn man sich nicht mehr so häufig sieht, ist die mündliche (oder schriftliche) Abstimmung umso wichtiger.

5. Es empfiehlt sich, proaktiv zu kommunizieren und Fortschritte, Hürden oder Misserfolge offen mitzuteilen. Schließlich bekommen die Kollegen oder der Chef nicht immer alles sofort über den Flurfunk mit, sondern müssen aktiver ins Bild gesetzt werden.

6. Wenn Chefs Probleme haben, ihren Mitarbeitern im Home Office zu vertrauen, empfiehlt sich die Festlegung klarer Ziele. So lässt sich in regelmäßigen Abständen prüfen, ob tatsächlich produktiv gearbeitet wurde.

Entscheidend am Ende des Tages sollte sein, dass die Arbeit, die gemacht werden musste, gemacht wurde. An welchem Ort und in welcher Zeit dies geschehen ist, sollte dabei zweitrangig sein – Hauptsache das Ergebnis stimmt!

Mit einem guten Plan zu langfristigem Erfolg

Firmen können aus der Not nun eine Tugend machen und sich als attraktiver Arbeitgeber mit festen Home Office Möglichkeiten positionieren. In einigen Jahren dürften Arbeitsplätze ohne flexible Arbeitsgestaltung für die nachkommenden Generationen deutlich weniger reizvoll sein als die Firmen, die flexible Modelle anbieten.

Wer die Corona-Krise nutzt und ein Konzept erstellt, das klare Regeln zum smarten Arbeiten von überall festlegt, profitiert sehr wahrscheinlich von zufriedenen Mitarbeitern und ist auf dem Markt attraktiver.

Die Verpflichtungen der Arbeitnehmer

Die Arbeitnehmer haben neue Verpflichtungen in der neuen Arbeitswelt. Neben Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit sollten sie sich Arbeitsbedingungen schaffen, in denen sie auch wirklich gut arbeiten können. Dazu zählen eine ruhige Umgebung, ein guter Stuhl und Tisch, schnelles Internet und alle weiteren nötigen Hard- und Softwaremodule. Zum Teil werden diese sogar über Home Office-Pauschalen von den Arbeitgebern mitfinanziert.

Für zukünftige Arbeitnehmer dürfte sich in einigen Jahren eine völlig neue Arbeitswelt präsentieren, die sie dann aktiv mitgestalten können. Zwar könnte im Zuge der Corona-Krise erst einmal eine Rezession anstehen, die den Eintritt in den Arbeitsmarkt schwieriger macht. Der Wandel der Arbeitswelt wurde durch die Corona-Pandemie beschleunigt und wie die Situation in einigen Jahren sein wird, bleibt spannend zu beobachten.

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