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Mercedes-Benz Sprinter: Diese Generation hat es in sich

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mid Duisburg - (von links nach rechts) Dr. Dieter Zetsche, Volker Mornhinweg und Wilfried Porth freuen sich über den neuen Mercedes-Benz Sprinter. Daimler

In seiner nun dritten Generation rollt der neue Sprinter mit breit geschwellter Brust, beziehungsweise neu designtem Gesicht, auf den Markt. Ab Juni soll er ab 23.788 Euro inkl. Mehrwertsteuer in Europa das Straßenbild füllen. Ganz neu ist, neben seinem modernisierten Cockpit vor allem das Antriebskonzept.


Duisburg. Eine Stadt, die von vielen als Musterbeispiel für das angeführt wird, was die letzten Jahrzehnte alles im Ruhrgebiet schiefgelaufen ist. Eine hohe Arbeitslosigkeit, ein hoher Zuwandereranteil, ein hohes Verkehrsaufkommen - für viele völlig ausreichende Gründe, der Stadt, die über den größten Binnenhafen Europas verfügt, fern zu bleiben. Jedoch hält die Stadt Duisburg ähnlich dem Dorf der unbesiegbaren Gallier dem Druck ihrer Kritiker vehement stand. Da wundert es fast schon nicht mehr, dass ausgerechnet ein Mann mit einem Asterix-Schnauzbart diesem Standort die Treue hält: Daimler-Chef Dieter Zetsche. Genauer gesagt lässt der sportive CEO auch weiterhin in Duisburg sein Nutzfahrzeug-Zugpferd, den Sprinter, produzieren. Ein Fahrzeug, das seit seiner ersten Weltpremiere im Jahr 1995 über 3,4 Millionen Mal rund um den Globus verkauft wurde. Oder wie Dieter Zetsche es auch gern an diesem Abend erwähnt: "Unser Sprinter ist das Tempo-Taschentuch, der Tesa-Film für die Nutzfahrzeugwelt."

In seiner nun dritten Generation rollt der neue Sprinter mit breit geschwellter Brust, beziehungsweise neu designtem Gesicht, auf den Markt. Ab Juni soll er ab 23.788 Euro inklusive Mehrwertsteuer in Europa das Straßenbild füllen. Ganz neu ist, neben seinem modernisierten Cockpit, vor allem das Antriebskonzept. Soll heißen, den Mercedes-Benz Sprinter gibt es zum ersten Mal mit reinem Frontantrieb. In Kombination mit beladbaren Radkästen und ausgebauten Laderaumhöhen vergrößern sich so die Einsatzmöglichkeiten - vor allem für das Reisemobilsegment. Das maximale Ladevolumen liegt bei 17 Kubikmeter, die Tonnage reicht bis 5,5 Tonnen. Die weitere Neuheit ist zwar erst im Jahr 2019 erhältlich, aber schon jetzt eigentlich mehr als nur einen Nebensatz wert: Den Sprinter wird es auch mit einem rein elektrischen Antrieb geben. "Eigentlich", da es aktuell schlicht nicht mehr über den eSprinter zu verraten gibt.

Volker Mornhinweg, Leiter Mercedes-Benz Vans, ist vor allem auf die konsequente Berücksichtigung der drei Megatrends Urbanisierung, Digitalisierung und Individualisierung stolz: "In der Logistik- und Transportwelt der Zukunft sind die Variabilität und das Angebot kundenspezifischer Lösungen der Erfolgsfaktor schlechthin. Ein gutes Fahrzeug alleine reicht nicht mehr aus. Der neue Sprinter muss als Multitalent daher mehr sein als die bloße Summe seiner Teile. Mit einer bislang unerreichten Variantenvielfalt, neuen Vernetzungsdiensten und einer neuen Telematik-Generation wird er zur passgenauen Gesamtsystemlösung für verschiedenste gewerbliche Transport- und Mobilitätsanforderungen. Damit gelingt dem neuen Sprinter genau das, was sein Vorgänger vorgemacht hat: Er definiert das Segment der Transporter einmal mehr neu."

Was genau Volker Mornhinweg mit Variantenvielfalt meint, wird mit einem Blick auf die mehr als 1.700 verschiedenen Ausführungen des neuen Sprinter deutlich. Kastenwagen, Tourer, Pritschenwagen, Fahrgestelle, Bus oder Triebkopf als Aufbauart, drei Antriebskonzepte, Kabinengestaltung, Aufbaulängen, Tonnagen, Laderaumhöhen und Ausstattungsdetails: Die Auswahl ist zwar endlich, aber zugleich auch hochgradig individualisierbar. Hinzu kommt der Einzug der Digitalisierung ins Nutzfahrzeugsegment. Das erst jüngst in der neuen A-Klasse präsentierte neue MBUX Multimediasystemen (Mercedes-Benz User Experience) bietet die perfekte Basis für sämtliche Logistik- und Transportanforderungen.

In puncto Sicherheit zeigt sich der neue Mercedes-Benz Sprinter auf Pkw-Niveau. Lediglich das Fehlen einer City-Notbremsfunktion gibt Rätsel auf. Dafür gehören beispielsweise eine Rückfahrkamera mit Bild im Innenspiegel, ein Park-Paket mit 360-Grad-Rundumsicht, ein Regensensor und Wischer mit integriertem Wet Wiper System zu den neu angebotenen Assistenzsystemen. Der als Heck- und Fronttriebler sowie als Allradler auf den Markt kommende Mercedes-Benz Sprinter zeigt sich moderner und zugleich kräftiger als je zuvor. Die Konkurrenz muss sich warm anziehen.

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