Die Stimmung bei den Unternehmen Niedersachsens ist gut: Das zeigt der aktuelle IHK Konjunkturklima-Indikator der Industrie- und Handelskammer, der die Geschäftslage und Geschäftsaussichten dokumentiert.
Die Wirtschaft Niedersachsens hat sich im Jahr 2015 sehr gut konsolidieren können und blickt im Großen und Ganzen optimistisch in die Zukunft. Das zeigt der Konjunkturklima-Indikator der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Hannover, der vierteljährlich erhoben wird - er stieg fürs letzte Quartal des Jahres um zwei auf 115 Punkte. Der Konjunkturklima-Indikator ermittelt die Einschätzung niedersächsischer Unternehmen zur gegenwärtigen und zukünftigen Wirtschaftslage des Bundeslandes.
Einen der wichtigsten Schübe erfährt die Wirtschaft des Landes durch den gestiegenen Konsum. Davon profitiert der Einzelhandel: 88 Prozent der befragten Einzelhändler beurteilen ihre Lage zufriedenstellend bis positiv. Auch für die produzierenden Unternehmen der Lebensmittelindustrie, wie etwa den mittelständischen Wurstwarenproduzenten Schwarz Cranz aus Neu Wulmstorf, hat dieser Trend positive Folgen. Zudem ist er branchenübergreifend: 90 Prozent der Unternehmen schätzen ihre aktuelle Situation als befriedigend oder gar gut ein. Befragt wurden 170 Unternehmen aus der Region.
Laut aktuellem Konjunkturklima-Indikator rechnen 23 Prozent der befragten Firmen mit einer positiven Geschäftsentwicklung und 57 Prozent mit einem gleichbleibenden Verlauf. Lediglich 20 Prozent hingegen richten sich auf einen ungünstigen Geschäftsverlauf in diesem Jahr ein. Die generell gute Stimmung äußert sich derzeit in stabilen Investitions- und Beschäftigungsplanungen für 2016.
Auch der Export trägt in der Wirtschaft Niedersachsens zur positiven Stimmung bei. Viele Unternehmen erwarten hier in diesem Jahr ein Wachstum - laut Indikator sind es zurzeit 30 Prozent. Mit einem Rückgang der Exporte rechnen hingegen nur 12 Prozent. Zu den Exportländern gehören in erster Linie die Länder der EU, die USA und die Türkei. Schwieriger gestalten sich zurzeit die Exportgeschäfte mit China und Russland - China hat mit Konjunkturproblemen zu kämpfen, für Russland gelten Sanktionen. Die Industrie befindet sich in einer günstigen Ausgangslage: Die Situation der produzierenden Unternehmen Niedersachsens hat sich im letzten Quartal des Jahres 2015 deutlich verbessert. Die Anzahl der Aufträge aus dem In- und Ausland haben sich im Vergleich zum vierten Quartal des Jahres 2014 deutlich erhöht. Einzig die Autoindustrie sieht das laufende Jahr skeptischer - Grund hierfür sind unter anderem die Exporte nach China, die sich bereits seit 2015 rückläufig entwickeln.
Weiterführende Links:
-wirtschaftsstandort-niedersachsen.de/
-www.hannover.ihk.de/presse/aktuelle-pressemeldungen/presse2016/konjunktur21.html