500-Euro-Scheine werden vom Normal-Verbraucher wenig genutzt. Unter Kriminellen hingegen sollen die Banknoten stärker verbreitet sein. Aus diesem Grund könnte die Europäische Zentralbank (EZB) die Scheine komplett aus dem Verkehr ziehen.
500-Euro-Scheine werden vom Normal-Verbraucher wenig genutzt. Unter Kriminellen hingegen sollen die Banknoten stärker verbreitet sein. Aus diesem Grund könnte die Europäische Zentralbank (EZB) die Scheine komplett aus dem Verkehr ziehen. Die Idee dahinter ist es, Steuerhinterziehern und dem organisierten Verbrechen eine Erschwernis aufzuerlegen. Gleichzeitig könnte der Wert der Gemeinschaftswährung angepasst werden um den Export anzukurbeln.
Wird dieses Vorhaben umgesetzt, muss die EZB einen Termin bestimmen, ab dem die 500-Euro-Noten ihre allgemeine Gültigkeit verlieren. Bis zu diesem Zeitpunkt können sie nur dann eingetauscht werden, wenn der Besitzer nachweisen kann, das Geld legal erworben zu haben. Wer danach seine Scheine umtauschen möchte, hat voraussichtlich das Nachsehen. Insgesamt sind unter den aktuell 19 Milliarden Euro-Banknoten 614 Millionen 500er-Scheine im Umlauf. Sie haben einen kollektiven Wert von 307 Milliarden Euro, das entspricht knapp 30 Prozent des gesamten Euro-Bargeldes.
Wer mehrere 500-Euro Scheine bei seiner Bank umtauschen möchte, sollte dies vorher ankündigen. ARAG-Experten erinnern daran, dass aus Sicherheitsgründen viele Banken ihre Bargeldsummen reduziert haben. Schneller geht es da, die Scheine auf das Konto einzuzahlen.