Frauen haben es schwerer als Männer, wenn es um die Verbindung zwischen Familie und Karriere geht.
Frauen haben es schwerer als Männer, wenn es um die Verbindung zwischen Familie und Karriere geht. So würde etwa fast jede dritte weibliche Fachkraft in Deutschland Vollzeit arbeiten, wenn die Kinderbetreuung besser organisierbar wäre. Das sind die Ergebnisse einer Studie der Jobbörse Stepstone. "Jeder zweite Hochschulabsolvent ist heute weiblich. Nie war der Anteil hochqualifizierter Frauen in Deutschland so hoch wie heute. Doch viele Frauen arbeiten familiär bedingt nur in Teilzeit", sagt Dr. Sebastian Dettmers, Geschäftsführer der Online-Jobbörse.
Fast jede zweite Frau gab im Rahmen der Studie an, dass sie bereits das Gefühl hatten, in ihrer beruflichen Entwicklung gegenüber Vollzeitbeschäftigten benachteiligt zu werden. 45 Prozent gaben an, die Elternzeit habe ihrer Karriere geschadet. "Gelänge es, dieses kostbare Potenzial für den Arbeitsmarkt zu nutzen, wäre das ein Meilenstein im Kampf gegen den Fachkräftemangel. Unternehmen und Frauen profitieren gleichermaßen, wenn weibliche Fachkräfte ihre Karrierewünsche besser umsetzen können", so Dettmers. Schätzungen des Portals zufolge könnten unter den richtigen Bedingungen bis zu eine Million Vollzeit-Fachkräfte gewonnen werden.