Bewertungen im Internet, besonders schlechte, haben oft eine spürbare wirtschaftliche Konsequenz für die Kritisierten. Schlechte Bewertungen, die nicht auf der Wahrheit beruhen, können für den Kritiker aber rechtliche Folgen haben.
Bewertungen im Internet sind publik und somit für alle einsehbar. Das macht sie einerseits wertvoll und andererseits bedrohlich für Verkäufer und Dienstleister. Bewertungsportale werden von Millionen Nutzern besucht und beeinflussen das Kaufverhalten der Besucher. Ist ein Hotel oder ein Restaurant schlecht bewertet, wird es vielleicht künftig gemieden. Das ist soweit im Sinne des Erfinders, wenn tatsächlich qualitative Mängel aufgetreten sind.
Wenn allerdings falsche Aussagen die Bewertung beschmutzen, können sich Betroffene dagegen wehren. Nutzer bewerten stets unter der Flagge der Meinungsfreiheit. "Aber wer falsche Tatsachen behauptet, geht ein hohes rechtliches Risiko ein. Wenn die Bewertung beleidigend oder sogar ehrverletzend war, kann dies sogar als Straftat geahndet werden", so Swen Walentowski von der Deutschen Anwaltauskunft (DAV). In einigen Fällen wurden Urheber solcher falschen Bewertungen von Gerichten zur Rechenschaft gezogen. Auch ein eventuelles Pseudonym half dabei nicht, da Betreiber von Bewertungsportalen deren Identität unter Umständen offenlegen müssen.