Überstunden sind manchmal ein notwendiges Übel, wenn mehr Arbeit vorhanden ist als Zeit. Was geschieht also, wenn länger gearbeitet wird?
Überstunden sind manchmal ein notwendiges Übel, wenn mehr Arbeit vorhanden ist als Zeit. In Deutschland liegt die wöchentliche Arbeitszeit gesetzlich bei maximal 48 Stunden pro Woche. Was geschieht also, wenn länger gearbeitet wird?
Überstunden werden generell durch einen Freizeitausgleich "abgefeiert" oder als finanzielle Abgeltung ausgezahlt. Das entscheidet der Arbeitsvertrag. Wenn der Arbeitgeber die Mehrarbeit mit extra Zahlungen entschädigt, muss der Arbeitnehmer dafür auch Steuern zahlen. ARAG-Rechtsexperten weisen auf einen Fall hin, in dem ein Feuerwehrmann für seine Mehrarbeit aus fünf Jahren eine Ausgleichzahlung von knapp 15.000 Euro erhielt.
Als das Finanzamt diesen Betrag versteuerte, zog der Mann vor Gericht. Ohne Erfolg, denn der Mehrverdienst wird steuerrechtlich nicht als Schadensersatz, sondern als Arbeitslohn gewertet (Finanzgericht Münster, Az.: 1 K 1387/15 E).