Gesundheit

Brustkrebs-Prävention ernst nehmen

  • Steve Schmit/mp
  • In GESUNDHEIT
  • 11. August 2016, 16:58 Uhr
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mp Groß-Gerau - Sport ist ein wichtiger Bestandteil der Brustkrebs-Prävention. skeeze / pixabay.com / CC0

Brustkrebs ist eine erschreckend häufige Diagnose, mit der in Deutschland 70.000 Frauen jährlich konfrontiert werden. Jede achte Frau soll im Laufe ihres Lebens an der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen erkranken. Deshalb ist Prävention ein zentrales Thema.


Brustkrebs ist eine erschrecken häufige Diagnose, mit der in Deutschland 70.000 Frauen jährlich konfrontiert werden. Jede achte Frau soll im Laufe ihres Lebens an der häufigsten Krebserkrankung bei Frauen erkranken. Deshalb ist Prävention ein zentrales Thema. "Die Frage, die gesunde Frauen in Bezug auf Brustkrebs am meisten bewegt, ist ganz klar die nach der Prävention. Und ja, Primärprävention bei Brustkrebs ist möglich", weiß Frauenarzt Dr. Jürgen Klinghammer, Vorstandsvorsitzender der Ärzteorganisation GenoGyn.

Da Bewegungsmangel und Übergewicht allgemein zu den großen Risikofaktoren für Brustkrebs gelten, beginnt dort auch die Vorsorge. Frauen, die täglich 30 bis 60 Minuten körperlich aktiv sind, haben ein um 20 bis 25 Prozent geringeres Brustkrebsrisiko, erklären die Experten von GenoGyn. Sport ist da der erste Anlaufpunkt. Auch Alkohol und Nikotin sollten im Idealfall vermieden werden. "Trinken Sie maximal ein Glas Wein am Tag und verzichten Sie auf Zigaretten", rät Klinghammer.

Ein weiterer Präventionsansatz ist die tägliche Ernährung. "Reichlich Obst, vor allem Beeren, und Gemüse, darunter alle Kohlarten, sind dabei ebenso wichtig wie Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse", so der Mediziner. Fleisch und Wurst sollten dagegen weniger gegessen werden; zwei bis drei Mal in der Woche raten die Experten. "Eine Analyse des 'World Cancer Research Fund' von 954 Studien hat gezeigt, dass sich das Brustkrebsrisiko durch eine gesunde Lebensführung um knapp 40 Prozent reduzieren lässt", erklärt der Arzt.

Aber auch andere Faktoren begünstigen eine Erkrankung. Da nicht auf alle davon Einfluss genommen werden kann, wie etwa auf genetische Veranlagungen, gibt es keinen hundertprozentigen Schutz. Ab dem 25. Lebensjahr sollten Frauen daher mit der regelmäßigen Selbstkontrolle anfangen. Auffälligkeiten sind zum Beispiel knotige Verhärtungen, plötzlicher Größenunterschied, Ziehen, Schmerzen, Rötungen und Absonderungen. Darüber hinaus raten Ärzte zu einer jährlichen Tastuntersuchung ab 30 und einem Mammographie-Screening ab dem 50. Lebensjahr.

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