Opiate werden zur Linderung schwerer und schwerster Schmerzen eingesetzt und gehören zu den wichtigsten Medikamenten weltweit. Das Problem: Sie haben gravierende Nebenwirkungen. Jedes Jahr sterben Tausende Menschen an den Folgen von Abhängigkeit oder Atemstillstand. Jetzt scheint es einen Durchbruch zu geben.
Opiate werden zur Linderung schwerer und schwerster Schmerzen eingesetzt und gehören zu den wichtigsten Medikamenten weltweit. Das Problem: Sie haben gravierende Nebenwirkungen. Jedes Jahr sterben Tausende Menschen an den Folgen von Abhängigkeit oder Atemstillstand. Pharmazeutische Chemiker forschen daher seit Jahren an der Entwicklung neuartiger Analgetika, die ohne diese negativen Folgen funktionieren. Jetzt scheint es einen Durchbruch zu geben.
Das neue Opioid-Schmerzmittel eines internationales Forscherteams mit Beteiligung der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU) scheint kaum schwerwiegende Nebenwirkungen zu verursachen. Der Wirkstoff wurde bisher erfolgreich in Modellversuchen getestet. Die Forscher konnten nachweisen, dass ihr Wirkstoff PZM21, der keinerlei chemische Ähnlichkeit mit den bisherigen Opiaten besitzt, Schmerzen genauso effektiv lindert wie Morphin. Die gefürchtete Atemdepression, also eine Verlangsamung der Atmung, sowie eine körperliche und psychische Abhängigkeit wurden dagegen nicht beobachtet. Jetzt soll untersucht werden, ob ähnlich positive Ergebnisse auch beim Menschen erzielt werden können. Um den Wirkstoff tatsächlich als Medikament auf den Markt zu bringen, sind noch viele ausführliche Experimente und klinische Studien notwendig.