Gesundheit

Rückenschmerzen: Aufrecht-MRT statt Röhre

  • Rudolf Huber/mp
  • In GESUNDHEIT
  • 13. September 2016, 15:19 Uhr
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mid Groß-Gerau - Oft bleiben Rückenschmerzen im "normalen" MRT-Tunnel im Verborgenen. tpsdave

Rückenschmerzen haben viele Ursachen: Verschleiß, schwere körperliche Arbeit, sie können genetisch bedingt sein oder durch Fehl- und Schonhaltungen entstehen. Bei vielen Patienten kann die Ursache der chronischen Rückenschmerzen einfach nicht gefunden werden. Was also tun?


Rückenschmerzen haben viele Ursachen: Verschleiß, schwere körperliche Arbeit, sie können genetisch bedingt sein oder durch Fehl- und Schonhaltungen entstehen. Bei vielen Patienten kann die Ursache der chronischen Rückenschmerzen einfach nicht gefunden werden Das kann auch daran liegen, dass Patienten üblicherweise mit der Computertomographie oder einem engen, sehr lauten Tunnel-MRT untersucht werden. Und genau das ist problematisch.

"Um in diese Röhre gefahren zu werden, muss man sich allerdings auf eine Liege legen. Doch viele Menschen haben ausgerechnet im Liegen gar keine Rückenschmerzen, sondern beim Laufen, beim nach vorne Beugen, beim Sitzen oder im Stehen", so Holger Frey, ein internationaler Experte für die bildgebende medizinische Diagnostik. Er beschäftigt sich seit mehr als zehn Jahren intensiv mit der Upright-MRT-Methode. Damit können Patienten in exakt der Haltung untersucht werden, die ihnen Schmerzen bereitet: sitzend, beugend oder im Stehen.

Holger Frey: "Die Untersuchung ist wesentlich angenehmer und entspannter als bei einem normalen MRT. Der ist ja einerseits sehr laut, mit diesem typischen hämmernden Geräusch und dann ist der MRT auch noch sehr eng." Wer Probleme mit engen Räumen habe, könne in dieser Röhre Beklemmungen bekommen. Das alles gebe es beim speziellen Sitz-MRT nicht. Das Gerät arbeite sehr leise, man bekomme keine Beklemmungen und könne während der Untersuchung sogar fernsehen. Bisher bieten allerdings nur Privatpraxen diese Untersuchung an. Es besteht aber die Möglichkeit, sich die Kosten von seiner Krankenkasse erstatten zu lassen. Dazu sind ein Kostenvoranschlag für die Untersuchung und eine Bestätigung vom Arzt nötigt, dass und warum das normale MRT nicht in Frage kommt.

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