Gesundheit

Kraft-Frühstück für Frühchen

  • Steve Schmit/mp
  • In GESUNDHEIT
  • 16. November 2016, 15:00 Uhr
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mp Groß-Gerau - Muttermilch gilt als die beste Versorgung für Neu- und Frühgeborene. grisguerra / Pixabay.com / CC0

Wenn es um das Stillen von Säuglingen geht, ist Muttermilch die erste Wahl. Sie enthält alles, was Neugeborene brauchen. Das gilt natürlich auch für Frühchen. Von ihnen gibt es in Deutschland jährlich fast 70.000.


Wenn es um das Stillen von Säuglingen geht, ist Muttermilch die erste Wahl. Sie enthält alles, was Neugeborene brauchen. Das gilt natürlich auch für Frühchen. Von ihnen gibt es in Deutschland jährlich fast 70.000. "Da wundert es sicherlich nicht, dass Muttermilch auch auf der Frühchen-Intensivstation eine besondere Rolle spielt", sagt Gerhard Jorch, Präsident der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin.

In der Muttermilch sind nicht nur stärkende Nährstoffe enthalten, sie fördert auch das Abwehrsystem des Kindes. Sie wird deshalb von Ärzten als "natürlichen Lebensretter" für Babys gewertet, die zu früh geboren werden. "Die zerebrale Langzeitwicklung und sogar der Intelligenz-Quotient sind abhängig von einer optimierten Nährstoffzufuhr - und da haben wir mit der Muttermilch das optimale Lebensmittel", sagt Ralf Böttger, Oberarzt der Frühgeborenen-Intensivstation im Perinatalzentrum der Universität Magdeburg. Beim Stillen geht es zusätzlich auch um die körperliche Nähe zwischen Eltern und Kind.

Unter den Qualitäten der Muttermilch sticht ein Merkmal heraus, das bislang durch kein Ersatzprodukt erreicht werden kann: "Die Oligosaccharide, die nicht in der Kuhmilch vorkommen, fördern die Bildung von Abwehrstoffen, sind wichtig für die Besiedlung des Frühgeborenendarms mit gesundheitsfördernden Darmbakterien und haben positiven Einfluss auf die Reifung des Immunsystems", erläutert Böttger.

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