Das Smartphone ist nicht nur zum Telefonieren da. Vor allem junge Menschen nutzen ihren mobilen Begleiter zum Speichern von allem und jedem. Doch Vorsicht: Was passiert mit den persönlichen Daten, wenn das Gerät verlorengeht oder sogar gestohlen wird?
Das Smartphone ist nicht nur zum Telefonieren da. Vor allem junge Menschen nutzen ihren mobilen Begleiter zum Speichern von allem und jedem. Doch Vorsicht: Was passiert mit den persönlichen Daten, wenn das Gerät verlorengeht oder sogar gestohlen wird? Für diesen Fall sind frühzeitig einige Vorbereitungen zu treffen. Zuerst sollten sich die Besitzer die IMEI-Nummer ihres Handys notieren. Diese Seriennummer lässt sich bei jedem Gerät mit *#06# abfragen. Die IMEI-Nummer muss beispielsweise für eine vollständige Anzeige bei der Polizei angegeben werden.
Damit kein Fremder in einem unbeobachteten Moment private Nachrichten lesen, Telefonnummern einsehen oder teure Telefonate führen kann, lässt sich bei vielen Endgeräten ein Zugriffscode aktivieren. Dieser muss eingegeben werden, sobald die Tastensperre aktiv ist - allerdings nicht bei der Annahme von Anrufen oder beim Absetzen eines Notrufs. "Nachteil ist hierbei, dass ehrliche Finder durch die Sperre keine Telefonbucheinträge wie zu Hause anrufen können, um bekannt zu geben, dass das Handy gefunden wurde", sagt Bettina Seute vom Onlinemagazin teltarif.de.
Ein zusätzlicher Zugriffscode, welcher für neue SIM-Karten gilt, bietet noch mehr Schutz. Wurde also das Smartphone gestohlen und der Nutzer hat die SIM-Karte sperren lassen, muss der Dieb eine neue Karte einsetzen. Damit diese genutzt werden kann, muss die zusätzliche PIN eingegeben werden. Außerdem gibt es Systeme, bei denen die automatische Löschung aller Daten erfolgt, wenn der Zugriffscode mehrmals hintereinander falsch eingegeben wurde.
In jedem Fall sollten Verbraucher regelmäßige Backups von ihren Handys anlegen. So gehen bei einem Verlust des Handys keine wichtigen Daten wie Telefonbucheinträge oder Bilder verloren. "Möglich ist das über die meist mitgelieferte Software oder - bei modernen Smartphones - durch die Kopplung des Gerätes an einen Online-Dienst, beispielsweise von Apple, Google oder Microsoft", rät Seute.
Ist das Handy tatsächlich verlorengegangen oder wurde gestohlen, sollten die Verbraucher schnell handeln, um einen größeren Schaden zu vermeiden. Zunächst muss die Service-Hotline des Anbieters angerufen und die SIM-Karte gesperrt werden. So wird zumindest vermieden, dass jemand auf dem eigenen Vertragskonto zusätzliche Kosten verursacht. Die Sperrung ist bei den Service-Hotlines jederzeit möglich. "Allerdings sollten die Nutzer noch vor der Sperrung der SIM-Karte versuchen, das eigene Handy anzurufen, um eventuell einen Finder zu erreichen", sagt Seute. Auch gibt es Apps, mit denen sich ein gestohlenes Handy orten lässt - allerdings nur, wenn es eingeschaltet ist und nicht zurückgesetzt wurde.