Viele Menschen kennen diese dreiste Masche: Da flattern Rechnungen ins Hause für Waren, die sie weder bestellt noch erhalten haben. 'Identitätsklau' heißt das im Fach-Jargon. Doch wie können sich Bürger davor schützen und was ist zu tun, wenn man Opfer geworden ist?
Viele Menschen kennen diese dreiste Masche: Da flattern Rechnungen ins Hause für Waren, die sie weder bestellt noch erhalten haben. "Identitätsklau" heißt das im Fach-Jargon. Doch wie können sich Bürger davor schützen und was ist zu tun, wenn man Opfer geworden ist?
Kriminelle nutzen gestohlene Daten im Netz für Einkäufe und Verträge auf Kosten ihrer ahnungslosen Opfer. Zum Beispiel bestellen sie kostenpflichtige Abo-Dienste auf fremde Rechnung oder kaufen ganz ungeniert digitale Spielewährung per Abbuchung über fremde Handy-Rechnungen. "Wir erhalten regelmäßig Anzeigen von Bürgern, die durch den Diebstahl persönlicher Daten geschädigt worden sind", berichtet Peter Urban, Leiter Prävention bei der Polizei Brandenburg.
Meistens kann man später nicht mehr nachvollziehen, wie die Betrüger an die Daten gekommen sind. "Ein Einfallstor ist zum Beispiel das Phishing per E-Mail", so Michèle Scherer, Expertin Digitale Welt bei der Verbraucherzentrale Brandenburg. Grundsätzlich ist es immer ratsam, im Internet so wenige persönliche Daten wie möglich anzugeben. "Werden sensible Daten wie Passwörter, Pins, Bankverbindung oder Kreditkartennummern in E-Mails abgefragt, sollten die Alarmglocken läuten", so die Verbraucherschützerin. Doch wie erkennt man eine betrügerische E-Mail?
"Besonderen wichtig ist es, ein sicheres Passwort zu verwenden", ergänzt Urban. "Wir empfehlen, für jedes Nutzerkonto ein eigenes Passwort einzurichten. Außerdem sollten die Passwörter möglichst lang sein und Groß-, Kleinbuchstaben, Zahlen und Sonderzeichen enthalten."
Wer Opfer geworden ist, sollte schnell handeln. Wenn bereits Geld abgebucht worden ist, sollten Verbraucher schnellstmöglich ihre Bank informieren sowie alle betroffenen Konten und Karten sperren lassen. "Je nach Diebstahl müssen Verbraucher umgehend die Passwörter der betroffen Accounts ändern und gegebenenfalls sperren lassen sowie die jeweiligen Anbieter sowie Verkäufer informieren", so Scherer. Und: AAuf jeden Fall sollten Betroffene Strafanzeige bei der Polizei erstatten", ergänzt Urban.