Die Zeiten romantischer Liebesbriefe sind vorbei. In der digitalen Welt werden Beziehungen im Netz geknüpft - und ebenso schnell wieder beendet.
Die Zeiten romantischer Liebesbriefe sind vorbei. In der digitalen Welt werden Beziehungen im Netz geknüpft - und ebenso schnell wieder beendet. So setzen etwa viele ihr Smartphone als Instrument ein, wenn eine Beziehung in die Brüche geht. Dabei scheinen viele Mittel recht, wie nun eine Kaspersky-Studie zur Rolle digitaler Geräte in Partnerschaften zeigt. Denn jeder zweite Nutzer kündigt nach der Trennung die Freundschaft über Soziale Netzwerke auf und 31 Prozent spionieren dem Ex-Partner hinterher. Frauen greifen übrigens tendenziell öfter zu diesen Mitteln als Männer.
Das starke Geschlecht befriedigt Rachegelüste öfter mit Hilfe noch verfügbarer Zugänge des Partners. So spioniert fast jeder vierte Mann (23 Prozent) dem Partner in dessen Online-Accounts nach (Frauen 18 Prozent). 17 Prozent der Männer setzen nach dem Beziehungsende rein private Infos über den Ex-Partner ins Licht der Öffentlichkeit (Frauen 7 Prozent). 16 Prozent der männlichen Befragten würden am liebsten die mobilen Geräte des alten Partners sofort zerstören und tun dies gegebenenfalls auch, um den Schritt ins Single-Dasein zu erschweren (Frauen 9 Prozent). Und 15 Prozent der Männer kaufen schamlos online über die Konten des anderen ein (Frauen 6 Prozent).
"Auch in der engsten Bindung sollte sich jeder Partner ein Stück Privatsphäre bewahren", rät Stefan Rojacher, Leiter der Unternehmenskommunikation bei Kaspersky Lab DACH. "Problematisch wird es, wenn sich Paare bedingungslos digitale Geräte und Zugangsdaten teilen. Zu viel Transparenz und Ehrlichkeit werden dann schnell zum Killer für jede nette Überraschung, und gehen auch auf Kosten der Sicherheit."