Die Spatzen pfiffen es schon längst von den Dächern. Der Kurznachrichtendienst Twitter will Hass-Botschaften ersticken, bevor es im Netz zum Knall kommt.
Die Spatzen pfiffen es schon längst von den Dächern. Der Kurznachrichtendienst Twitter will Hass-Botschaften ersticken, bevor es im Netz zum Knall kommt. Im "Horizont"-Interview sagt Twitters neue Deutschlandchefin Jolanta Baboulidis: "Wir wollen keine Reichweite um jeden Preis, sondern die Qualität der Gespräche verbessern."
Mit Machine-Learning-Tools setze Twitter darauf, problematische Accounts zu identifizieren und zu löschen, bevor andere Nutzer sie melden müssen. Für Werbekunden sieht Baboulidis Twitter als Ergänzung zu TV-Kampagnen, da viele Nutzer Twitter als Second-Screen verwendeten, wie etwa aktuell beim RTL-Dschungelcamp.
Twitter-Nutzern gehe es nicht um Selbstinszenierung wie bei Instagram, sondern darum, Neues zu entdecken, sagt Baboulidis, daher seien sie offen für Werbebotschaften. Der Eindruck, dass überhaupt nur Politiker und Journalisten das Netzwerk nutzen, trüge und zeige "nicht das ganze Twitter-Universum", zu dem auch Meinungsmacher aus Beauty, Gaming oder Kunst gehörten.