Digitalisierung

Immer mehr schädliche Apps unterwegs

  • Ralf Loweg/cid
  • In TECHNOLOGIE
  • 7. März 2019, 09:49 Uhr

Die Flut an schädlicher Software, die auf der digitalen Autobahn unterwegs ist, ebbt nicht ab. Die G DATA Sicherheitsexperten haben 2018 mehr als 4,1 Millionen schädliche Apps gezählt - mehr als jemals zuvor.


Die Flut an schädlicher Software, die auf der digitalen Autobahn unterwegs ist, ebbt nicht ab. Die G DATA Sicherheitsexperten haben 2018 mehr als 4,1 Millionen schädliche Apps gezählt - mehr als jemals zuvor. Der bisherige Negativ-Rekord aus dem Jahr 2016 wird damit um rund 20 Prozent übertroffen, und der Wert des Vorjahres sogar um 27 Prozent. Das bedeutet: Im Durchschnitt taucht alle acht Sekunden eine neue Android-Schadapplikation auf.

"Malware für Smartphones und andere mobile Geräte wird häufig noch belächelt", sagt Alexander Burris, Lead Mobile Researcher bei G DATA. Doch weil Smartphones mehr und mehr zur Schaltzentrale des digitalen Lebens der Nutzer werden, sei das Gefährdungspotenzial hoch: "Wir sehen im mobilen Bereich das ganze Spektrum der klassischen Malware: von Werbebetrug über das Kopieren vertraulicher Informationen und Erpressung bis hin zur Verschlüsselung privater Daten."

Anwender sind nicht nur durch Malware gefährdet, erklären die Experten. Denn nach wie vor schließt Google in seinem Android-Betriebssystem Sicherheitslücken, die potenziell dramatische Auswirkungen haben. Das größte Problem: Die Sicherheitsupdates erscheinen nicht oder nur mit großer Verzögerung auf den Geräten der Anwender.

Das größte Problem im Vergleich mit Apples iOS-Plattform ist für Kunden auf den ersten Blick ein enormer Vorteil. Denn Android-Geräte gibt es in fast jeder beliebigen Form und Farbe - und in sehr unterschiedlichen Preisspannen. Doch die Vielfalt der Modelle führt auch dazu, dass Hersteller zahlreiche Anpassungen an der Software vornehmen und jedes von Google bereitgestellt Android-Update zusätzlichen Entwicklungsaufwand bedeutet.

Kriminelle entwickeln verstärkt Schadprogramme für Android, da Mobilgeräte eine reichhaltige Quelle persönlicher Daten sind und auch für andere kriminelle Absichten, wie illegales Mining und Ähnliches, missbraucht werden. Doch nicht nur G DATA hat das erkannt, sondern auch Google hat 2018 mit zahlreichen Maßnahmen reagiert. Das ist auch nötig, denn die kriminelle Szene professionalisiert sich, wie es vor Jahren bereits im Bereich der PC-Malware geschehen ist.

STARTSEITE