Digitalisierung

Start-ups im Visier der Cyber-Gangster

  • Ralf Loweg/cid
  • In TECHNOLOGIE
  • 8. April 2019, 10:55 Uhr

Die IT-Sicherheit ist nicht nur für große Konzerne ein Problem. Auch immer mehr kleine Unternehmen, die vor allem aus der innovativen Start-up-Szene kommen, sind in hohem Maße betroffen.


Die IT-Sicherheit ist nicht nur für große Konzerne ein Problem. Auch immer mehr kleine Unternehmen, die vor allem aus der innovativen Start-up-Szene kommen, sind in hohem Maße betroffen. 37 Prozent sagen, sie wurden schon einmal von Cyber-Gangstern attackiert. Das ist das Ergebnis des VDE Tec Reports 2019.

Alarmierend ist, dass 81 Prozent der Befragten als Schwachstelle und Einfallstor für die Angriffe zugekaufte Produkte nennen. 2018 lag dieser Wert bei 68 Prozent. "Wir können nur eindringlich davor warnen, unbekannte, ungesicherte und nicht zertifizierte Produkte zu verwenden", sagt der CEO des VDE, Ansgar Hinz.

Man mache es Cyber-Kriminellen sonst sehr leicht, wertvolle Daten abzugreifen, zu kopieren und zu rauben. "Wir müssen zudem davon ausgehen, dass die Dunkelziffer betroffener Unternehmen und Hochschulen weitaus höher ist. Einige Unternehmen und Hochschulen haben gar keinen Überblick darüber, ob sie schon einmal Ziel eines Cyber-Angriffs waren", sagt Ansgar Hinz.

Auffällig ist, dass bei etwa jedem zweiten Unternehmen mit bis zu 50 Mitarbeitern die Täter aus dem Bereich der organisierten Kriminalität kommen, sie sind erpresst worden. Jeder vierte Angriff wurde von Mitbewerbern verübt. Es scheint offensichtlich, dass Konkurrenten vor allem aus dem asiatischen Raum, aus Russland und Indien mit den Cyber-Angriffen an das Know-how der deutschen Unternehmen, darunter die Start-up-Szene, und Hochschulen heranwollen.

STARTSEITE