Zwei von drei Versicherern in Deutschland wollen selber Software entwickeln. Mehr als die Hälfte hat damit schon begonnen, jede siebte steht kurz davor, das zu machen. Was steckt dahinter?
Zwei von drei Versicherern in Deutschland wollen selber Software entwickeln. Mehr als die Hälfte hat damit schon begonnen, jede siebte steht kurz davor, das zu machen. Dabei werden sowohl bestehende IT-Abteilungen erweitert als auch neue Teams gegründet, die sich nur damit beschäftigen sollen. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Software-Firma Camunda.
Was steckt dahinter? Die Branche mache sich so unabhängiger von Dienstleistern, sagen Experten. Eine eigene Software-Entwicklung erleichtert vielen Anbietern, bei neuen Angeboten zur digitalen Konkurrenz aufzuschließen.
65 Prozent der Assekuranzen arbeiten an besseren Apps und digitalen Abschlüssen. 61 Prozent investieren darin, gemeldete Schäden möglichst digital zu bearbeiten. Die Anbieter setzen dabei auch auf schnellere Abläufe.
"Wer Software selbst entwickelt, kann viel schneller auf die Wünsche seiner Kunden reagieren", sagt Jakob Freund, CEO von Camunda. "Unternehmen, die ihre digitalen Angebote nicht selbst herstellen können, geben ihre Zukunft aus der Hand."
Die Versicherungen gehen darüber hinaus mehr Experimente ein. 46 Prozent planen, schon bald eigene Startups zu gründen und so ihre digitalen Kompetenzen zu stärken. 31 Prozent gehören zu den Pionieren, die das schon getan haben.