Die deutschen Mobilfunkanbieter rühren die Werbetrommel. Ob Telekom oder Vodafone, die Begeisterung der Konzerne ist groß. Nachdem die Versteigerung der 5G-Lizenzen eine eher zähe Angelegenheit war, ist jetzt der Optimismus groß. Bis 2025 möchte die Telekom 99% der Bevölkerung mit 5G-Mobilfunk versorgen. Den überschwänglichen Parolen der Netzbetreiber nach könnte man meinen, das Rad sei soeben neu erfunden worden.
Doch ist das tatsächlich so? Stellen schnellere mobile Datenverbindung wirklich eine Revolution für deutsche Verbraucher und Unternehmen dar? Natürlich werden sich Gamer freuen, wenn https://www.cherrycasino.com/de/ bald einige Millisekunden schneller auf dem Handybildschirm erscheint. Aber weltbewegend ist das wohl eher nicht. Interessant ist 5G vor allem für Großunternehmen. Firmen wie BMW, BASF oder Siemens möchten die Technologie etwa an ihren Produktionsstandorten einsetzen. Welche Perspektiven ergeben sich aus der Nutzung des neuen Netzes für die Wirtschaft?
Was genau ist 5G?
Das Kürzel steht für „fifth generation“. Es handelt sich also um die fünfte Generation der Standards für mobile Datenübertragung. Im Vergleich zu den bisher üblichen Standards soll die Geschwindigkeit bis zu 100 mal schneller ausfallen, bis zu 10 GBit/s sollen technisch möglich sein. Auch der mögliche Datendurchsatz soll gesteigert werden. Möglich wird dies unter anderem durch die Nutzung höherer Frequenzbereiche. Auch Kritik hat es an dem neuen Standard immer wieder gegeben. Zum einen gibt es Bedenken bezüglich der Datensicherheit. Zum anderen sind die biologischen Auswirkungen der Technologie kaum erforscht. Dennoch treiben Politik und Telekommunikationsanbieter die Einführung von 5G in vielen Ländern voran.
Mögliche Anwendungsgebiete
In zahlreichen Branchen sind schon mögliche Anwendungsgebiete für die neue Technologie identifiziert worden. 5G könnte Teil einer Revolution in Sachen Mobilität und Logistik werden. Es könnte die Grundlage für autonomes und vernetztes Fahren liefern, das zu einer Verbesserung von Sicherheit und Verkehrsfluss beitragen könnte. Vor allem Transportdienstleister erhoffen sich dadurch größere Effizienz bei der Planung und beim Ressourceneinsatz. Im Gesundheitswesen ist es die sogenannte Telemedizin, die von dem schnelleren Netz profitieren könnte. Insbesondere in strukturschwachen Gebieten, so die Hoffnung, könnten dadurch Verbesserungen erzielt werden. Und auch in der industriellen Landwirtschaft sind Anwendungsmöglichkeiten denkbar. Durch eine intelligente Vernetzung können hier etwa Düngestrategien optimiert oder Prozesse automatisiert werden. Auch in der produzierenden Industrie könnte 5G Innovationen vorantreiben. Der Chemiekonzern BASF möchte auf seinem Firmengelände in Ludwigshafen ein eigenes Netz aufbauen. Auf diese Weise soll beispielsweise der Einsatz von autonomen Fahrzeugen sowie von Augmented-Reality-Brillen erleichtert werden. Die Mobilfunkanbieter bleiben bei einer solchen Lösung allerdings außen vor. Dementsprechend gering fällt ihre Begeisterung für derartige Vorhaben aus.
5G – The next big thing?
Spannend ist zu diesem Zeitpunkt die Frage, ob die schnellere Datenübertragung tatsächlich die Wirtschaft revolutionieren kann. Aktuell sind große Entwicklungssprünge noch nicht absehbar. Viele Anwendungen könnten auch durch existierende Technologien abgedeckt werden. So war ursprünglich für das autonome Fahren der Einsatz von WLAN im Gespräch – die Telekom-Anbieter hätten von dieser Lösung nicht profitiert. Die Telemedizin wird nach wie vor von Patienten mit weniger Begeisterung gesehen als von Gesundheitsexperten. Und für viele Firmen und Privatanwender genügt es eigentlich, schnelles Internet über Kabel oder Glasfaser zu beziehen. Trotzdem ist natürlich denkbar, dass im Laufe der Zeit Neuerungen eingeführt werden, die nur durch das 5G-Netz ermöglicht werden. Ob dieser Fall tatsächlich eintritt, wird sich zeigen.
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