Technologie

Einstieg in die additive Fertigung fällt vielen deutschen Unternehmen schwer

Ohne Zweifel bietet die Technologie des 3D-Drucks viele Vorteile: Mit ihm ist es möglich, Teile herzustellen, welche sich durch traditionelle Verfahren wie dem Fräsen oder dem Stanzen gar nicht produzieren ließen. Zudem ist der Materialverlust beim 3D-Druck praktisch nicht vorhanden und digitale Prototypen lassen sich in kürzester Zeit zu einem realen Modell entwickeln. Primär kommt der 3D-Druck in Deutschland bislang für die Herstellung von Prototypen zum Einsatz. Nach Schätzungen liegt die Marktpenetration des 3D-Drucks in Deutschland bei derzeit rund 50 %. Dies zeigt jedoch auch, dass das volle Potenzial hierzulande bislang noch nicht ausgeschöpft werden konnte - vor allem, da es noch gewisse Hindernisse bei der Fertigung gibt.

Warum der Einstieg in die additive Fertigung oft nicht leicht ist

Die additive Fertigung hat in Deutschland zwar längst Einzug gehalten, noch nach wie vor fällt der Einstieg vielen Unternehmen vor. Doch woran liegt das? Ein erster Grund ist hier sicherlich der Kostenfaktor. Industrielle 3D-Drucker kosten - obgleich es in den letzten Jahrzehnten viele technische Verbesserungen gab - noch immer vergleichsweise viel Geld und arbeiten im Vergleich zu anderen Fertigungsgeräten langsamer. Das Pulver, aus denen die fertigen Werkstücke hergestellt werden, bringt ebenfalls Ausgaben mit sich. Somit ergeben sich für Unternehmen beim 3D-Druck hohe Kosten, welche auch nach längerer Einsatzzeit nicht wirklich geringer ausfallen.

Ein weiterer Faktor ist der Mangel an ausgebildeten Fachkräften, die über das nötige Know-How im Bereich 3D Druck bzw. CNC fräsen lassen verfügen. Insbesondere mittelständische Unternehmen wissen häufig nicht so richtig, wie die neuen Technologien sich gewinnbringend in den Betrieb integrieren lassen. Daraus resultiert automatisch ein Investitionsrisiko, das nicht jeder Unternehmer eingehen möchte.

Fortbilden mit einer Ausbildung zum 3D-Druck-Experten

In Zusammenarbeit mit EOS haben eine englische Universität und eine deutsche Fachhochschule einen Lehrgang entwickelt, der Fachkräften den Einstieg in die additive Fertigung von der Pike auf beibringen soll: Die Ausbildung zum Applikationsingenieur für die Additive Fertigung vermittelt in drei Teilen alles, was ein Anwender zum Thema 3D-Druck wissen muss.

Die Gliederung dieser Ausbildung gestaltet sich wie folgt:

Teil 1 - Eine praktische Basis-Einführung vor Ort bei Anwendern sowie intern bei EOS. Hier werden Grundlagen des 3D-Drucks vermittelt, auch geeignete Anwendungen und Entwicklungen werden vorgestellt.

Teil 2 - Die Universität Wolverhampton, aber auch diverse Unternehmen bieten die Möglichkeit, die technische AM-Kompetenz sowie praktische Kenntnisse in den Bereichen Materialeigenschaften, Qualitätssicherung und Prozessentwicklung. Den Auszubildenden wird vermittelt, wie sich verschiedene Materiale verhalten, welche sich wofür eignen und welche Möglichkeiten der 3D-Druck bietet.

Teil 3 - Die Implementierung des 3D-Drucks innerhalb von Unternehmen. Hier wird den Auszubildenden vor Ort betriebsintern vermittelt, wie der 3D-Druck praktisch angewandt wird. Die Teilnehmer besuchen zudem Strategiekurse mit Fokus auf die Erstellung sowie Kommunikation von Geschäftsmodellen für AM und deren Einfluss auf betriebsinterne Wertschöpfungsprozesse.

3D-Hubs ist seit 2013 Ihr erfahrener 3D Druck Service mit inzwischen mehr als 3 Millionen produzierten Modellen. Auf unserer Online-Plattform können Ingenieure sich ein unverbindliches Sofortangebot zum 3D Druck, zur CNC-Bearbeitung sowie zum Spritzguss erstellen lassen.

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