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Peugeot-Nutzfahrzeuge fahren elektrisch

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mid Rüsselsheim - Elektrisches Trio (von links): Die Peugeot-Nutzfahrzeuge e-Boxer, e-Expert und e-Partner. PSA / Stellantis

Peugeot ruft die elektrische Revolution aus - und zwar für seine Gewerbekunden. Dabei geht es um drei rein elektrisch angetriebene Nutzfahrzeugmodelle - und um ein kommendes mit Wasserstoffantrieb. Wichtig ist der Stellantis-Tochter dabei: Die Neuzugänge sollen die volle Funktionalität herkömmlicher Dieselfahrzeuge bieten. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat eine Probefahrt gestartet.


Peugeot ruft die elektrische Revolution aus - und zwar für seine Gewerbekunden. Dabei geht es um drei rein elektrisch angetriebene Nutzfahrzeugmodelle - und um ein kommendes mit Wasserstoffantrieb. Wichtig ist der Stellantis-Tochter dabei: Die Neuzugänge sollen die volle Funktionalität herkömmlicher Dieselfahrzeuge bieten. Der Motor-Informations-Dienst (mid) hat eine Probefahrt gestartet.

Die Ziele der Franzosen sind ehrgeizig: Weil ihre E-Modelle zu den ersten auf dem Markt gehören, wollen sie damit bis 2022 zum Marktführer für emissionslose Transporter in Europa aufsteigen. Die ersten Zahlen scheinen zu diesen Ambitionen zu passen: So wird Peugeot bereits bis Ende 2021 in Europa 4.000 elektrische Nutzfahrzeuge ausliefern "und verfügt bereits über einen Auftragsbestand von 10.000 Fahrzeugen", so die Ansage aus der Deutschland-Zentrale in Rüsselsheim..

Zum im letzten Jahr eingeführten e-Expert gesellen sich in diesem Herbst der e-Partner und der e-Boxer. Damit ist jetzt die gesamte Palette der leichten Nutzfahrzeuge von Peugeot elektrisch. Die Nutz-Stromer erfordern im Vergleich zu den Dieselversionen keine Kompromisse in Sachen Transportvolumen oder Funktionalität. Im Gegenteil: Als Vorteil sollen sich im Alltagseinsatz die einfache Bedienung, die unmittelbare Beschleunigung, das hohe Drehmoment, der niedrige Geräuschpegel und der lokal emissionsfreie Betrieb erweisen, so der Importeur.

Der Peugeot e-Partner mit 100 kW/136 PS wird in zwei Längen angeboten, bietet eine Reichweite von bis zu 275 Kilometern nach WLTP, es gibt ihn als Van mit bis zu drei Sitzen und erweitertem Fahrerhaus mit bis zu fünf Sitzen. Seine Anhängelast von bis zu 750 Kilo, die Nutzlast von bis zu 800 Kilo und das Ladevolumen von bis zu 4,4 Kubikmetern machen ihn rundum alltagstauglich. Sein Preis: ab 34.498 Euro inklusive Mehrwertsteuer.

Die Elektroversion des Expert wurde zum "International Van of the Year 2021" gewählt. Es gibt sie zu Preisen ab 43.066 Euro brutto mit einer Batterie-Kapazität von 50 und 75 kWh und dadurch möglichen Reichweiten von bis zu 330 Kilometern. Drei Längen werden angeboten, die Anhängelast beträgt 1.000 und die Nutzlast 1.275 Kilo. Das Ladevolumen ist mit 6,6 Kubikmetern mit dem der Verbrennerversion identisch.

Wie auch der e-Partner basiert der e-Expert auf der Multi-Energie-Plattform EMP2 (Efficient Modular Platform) von Stellantis, auch sein Antrieb leistet 100 KW/136 PS und liefert ein maximales Drehmoment von 260 Nm.

Außerdem startet die Produktion der mit Wasserstoff-Brennstoffzelle betriebenen Elektroversion namens e-Expert Hydrogen2. Der kann innerhalb von drei Minuten Wasserstoff für mehr als 400 Kilometer tanken, verfügt über eine Ladesteckdose für die Hochvoltbatterie, auch ihn gibt es in zwei Längen mit bis zu 6,1 Kubikmeter Stauraum, bis zu 1.100 Kilo Nutz- und bis zu 1.000 Kilo Anhängelast.

Und zu guter Letzt ist auch der mittlerweile 1,25 Millionen Mal produzierte Boxer in einer rein elektrischen Version zu haben, die ab 57.990 Euro netto kostet. Sie wird in zwei Reichweitenstufen mit bis zu 340 Kilometern laut WLTP-Norm angeboten, mit Akkus mit 37 und 70 kWh, sogar in vier Längen und drei Höhen. Die Nutzlast reicht bis 1.890 Kilo und das Ladevolumen bis 17 Kubikmeter.

Die Leistung des neuen e-Boxer liegt bei 90 kW/122 PS, das maximale Drehmoment wie bei den anderen Stromern bei 260 Nm. "Die Höchstgeschwindigkeit ist elektronisch auf 110 km/h beziehungsweise 90 km/h bei den Vier-Tonnen-Versionen begrenzt. Die Batterien sind unter dem Boden untergebracht, ohne das Ladevolumen zu beeinträchtigen", heißt es bei Peugeot.

Rudolf Huber / mid

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