Fahrbericht

Blickfang Kia e-Soul Spirit SUV

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mid Groß-Gerau - Mit seinem außergewöhnlichen, eckigen Design und der super knalligen ,,Space Cadet Green" Farbe fällt der Kia e-Soul direkt ins Auge. Mike Neumann / mid

Den Kia Soul gibt es in der dritten Generation mittlerweile nur noch als rein elektrische Antriebsvariante, er wird zum Kia e-Soul. In zwei Batterievarianten erhältlich, hat der Motor-Informations-Dienst (mid) die größere Variante mit 64 kWh Kapazität in der Spirit-Ausstattungsvariante zum Alltagstest geladen.


Den Kia Soul gibt es in der dritten Generation mittlerweile nur noch als rein elektrische Antriebsvariante, er wird zum Kia e-Soul. In zwei Batterievarianten erhältlich, hat der Motor-Informations-Dienst (mid) die größere Variante mit 64 kWh Kapazität in der Spirit-Ausstattungsvariante zum Alltagstest geladen.

Mit seinem außergewöhnlichen, eckigen Design und der super knalligen "Space Cadet Green" Farbe fällt der Kia e-Soul direkt ins Auge. Wer das wie im Testfahrzeug entsprechende Spirit Paket - die höchste Ausstattungsvariante - mit dem SUV-Paket kombiniert, kann noch ein paar weitere Akzente setzen: man erhält ein paar Seitenschutzleisten und Radlaufverbreiterungen in Mattschwarz, sowie ein Unterfahrschutzdesign vorn und seitlich.

Mit dem Spirit Paket folgt auch automatisch die 64 kWh fassende Batterie, die bis zu 452 Kilometer Reichweite laut Hersteller verspricht. Bei den aktuellen Witterungsbedingungen, die nicht optimal für Elektroautos sind, wurde uns im Fahrzeug bei 100 Prozent Ladestand eine Reichweite von 390 Kilometern angezeigt. Die Herstellerangabe gibt den Stromverbrauch kombiniert von 15,7 kWh/100 km an, unser Testverbrauch mit aktiven Heizungen (Sitz, Lenkrad, Klima), die durch eine integrierte Wärmepumpe unterstützt werden, lag zwischen immer noch ordentlichen 16 und 18 kWh/100 km. Die CO2-Emission kombiniert liegt bei 0 g/km.

Der Tankdeckel befindet sich am Kia e-Soul nicht klassisch seitlich am Fahrzeug, sondern an der Front. Unter der Klappe sind ein Typ-2-Anschluss und ein Schnellladeanschluss für den CCS-Standard verstaut. Maximal 100 kW Ladeleistung kann man über eine Schnellladesäule abrufen, damit dauert das Strom Tanken von 0 auf 80 Prozent Ladung gut eine Stunde. Den 3-phasigen Onboard-Charger mit einer Ladeleistung von 10,5 kW an AC Wechselstrom gibt es im Spirit Paket obendrauf, dieser kostet ansonsten 500 Euro Aufpreis. Die Ladeleistung in der Basisversion beläuft sich auf maximal 7,4 kW: in Ladezeit bedeutet dies grob neun Stunden an der heimischen Wallbox.

Mit 150 kW/204 PS und einem maximalen Drehmoment von 395 Nm, die Elektrofahrzeug-typisch direkt anliegen, spurtet der Kia e-Soul in 7,9 Sekunden auf 100 km/h, bei 167 km/h ist die Höchstgeschwindigkeit erreicht.

Im Innenraum fühlt man sich direkt heimisch. Die aus Leder/Ledernachbildung bezogenen Sitze sind sehr bequem, könnten ein wenig mehr Seitenhalt bieten. Dafür gibt es eine Sitzheizung vorn und hinten und eine aktive Sitzbelüftung vorn. Die fahrrelevanten Funktionen lassen sich Dank gutem Bedienkonzept über normale Tasten auch während der Fahrt leicht aktivieren - eine umständliche Suche im Infotainment-Menü mit Auswahl über Touch bleibt einem erspart.

Ein Head-up-Display wird als ausfahrbare Scheibe realisiert und zeigt die entsprechenden Informationen an. Neben den 10,25 Zoll großem Infotainment Touch Bildschirm gesellt sich ein sieben Zoll großes Digitales Cockpit. Es lassen sich Anzeigen zur Restreichweite, zur Fahrweise (Normal, Ökonomisch, Dynamisch in Prozent) oder zur Rekuperation anzeigen. Anstatt mit den Schaltwippen am Lenkrad die Gänge durchzuschalten lässt sich über diese die Rekuperation in drei Stufen einstellen. In der höchsten Stufe kann man den Kia e-Soul in den meisten Situationen im 1-Pedal Modus bewegen, in der Innenstadt sehr angenehm.

An moderner Konnektivität mangelt es nicht, Android Auto und Apple CarPlay werden unterstützt, man kann sein Mobiltelefon über eine Ladeschale Induktiv (Kabellos) laden und eine 12 V Buchse lässt Ladegeräte mit USB-C Anschluss nachrüsten. Eine gute Rückfahrkamera mit hochauflösendem Bild darf natürlich auch nicht fehlen. Damit es im Fahrzeug dank fehlender Motorgeräusche nicht zu ruhig wird, gibt die verbaute Musikanlage die digitalen (DAB+) Radio Signale in guter Klangqualität wieder.

Die Kofferraumkapazität von 315 Litern kann durch Umklappen der Rückbank auf 1.339 Liter erhöht werden, unter der Motorhaube hat der Kia e-Soul keine Ablagemöglichkeit. Es lässt sich eine Bodenklappe im Kofferraum öffnen, um dort den Ladestecker für die heimische Steckdose unterzubringen. Für das Schnellladekabel wird noch eine weitere Tasche mitgeliefert.

Wer sich für den Kia e-Soul interessiert, kann dank voller Förderfähigkeit noch ein paar Euro sparen. Der Basispreis startet in der kleinsten Ausstattungsvariante bei 38.090 Euro und erhält dadurch die volle Fördersumme von bis zu 9.000 Euro, die aktuell geplant bis Ende 2022 besteht. Unser Testwagen in Vollausstattung liegt bei grob 46.700 Euro.

Mike Neumann / mid

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