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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Der Verband der Haus?rzte in Deutschland fordert Justizminister Marco Buschmann (FDP) auf, beim geplanten Gesetz zum besseren Schutz von Einsatzkr?ften auch die Arztpraxen mit einzubeziehen.
"Kaum einer wird bestreiten, dass die Aggressivit?t in der Gesellschaft zunimmt", sagte der Bundesvorsitzende des Verbands, Markus Beier, den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Montagausgaben). "Diese Entwicklung macht auch vor den Hausarztpraxen nicht halt", sagte er weiter. Insbesondere die Mitarbeiter seien immer h?ufiger Opfer von aggressivem und beleidigendem Verhalten. K?rperliche Gewalt sei zum Gl?ck die Ausnahme, komme aber auch durchaus vor.
Die teils aggressive Stimmung ist f?r Beier auch verantwortlich f?r den sich zuspitzenden Fachkr?ftemangel in den Hausarztpraxen. Es sei extrem schwierig geworden, Medizinische Fachangestellte zu finden. "Wir m?ssen alles daf?r tun, um das Berufsbild attraktiver zu machen, so Beier." Wenn man sich als "MFA" regelm??ig von Patienten anbr?llen lassen m?sse, sinke nat?rlich die Lust, sich f?r diesen Beruf zu entscheiden, massiv.
Klar sei aber auch: Die allermeisten Patienten seien froh und dankbar f?r ihre haus?rztliche Versorgung. "Wir reden hier von einer Minderheit, die sich nicht benehmen kann und teilweise aggressiv auftritt", sagte Beier. Das Verh?ltnis der Praxen zu den allermeisten ihrer Patienten sei vertrauensvoll und von gegenseitiger Wertsch?tzung gepr?gt.
