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Wer ein Start-up gründet, denkt sicher zuerst an Ideen, Geschäftsmodelle und Finanzierung. Alles wichtig – klar. Doch ein Bereich wird gerne unterschätzt: der Markenauftritt. Denn auch die beste Geschäftsidee kommt nicht weit, wenn sie kein professionelles Erscheinungsbild hat. Und besonders in den ersten Monaten stehen Gründer:innen vor der kniffligen Herausforderung: Wie präsentiert man sich professionell, wenn Budget, Team und Zeit überschaubar sind? Die gute Nachricht: Es muss nicht immer gleich eine Agentur oder ein Designprofi sein. Mit etwas Know-how, Kreativität und den richtigen digitalen Helfern lässt sich auch mit begrenztem Budget ein starker Markenauftritt realisieren.
1. Bilder sagen mehr als Worte – nutzen Sie das aus
Ein guter Text kann viel transportieren. Aber ein gutes Bild bleibt einfach eher im Kopf. Gerade in Social Media oder auf Websites zählt der erste Eindruck. Daher lohnt es sich, mit starken visuellen Inhalten zu arbeiten – vor allem, wenn Textflächen knapp sind. Oder wenn das Produkt schwer erklärbar ist.
Ein praktischer Einstieg: Mehrere Bilder zusammenfügen – z. B. für Vorher-Nachher-Darstellungen, Schritt-für-Schritt-Grafiken oder Moodboards. Mit Adobe Express geht das direkt im Browser – also ganz schnell, intuitiv und ohne Installation. So lassen sich auch ohne Designteam hochwertige Bilder erstellen, die wirklich was aussagen.
2. Optik entscheidet – und das schneller, als man denkt
Menschen entscheiden in Sekundenbruchteilen, ob etwas „gut“ aussieht oder nicht. Dabei geht’s aber tatsächlich nicht nur um Ästhetik, sondern auch um Vertrauen. Ein visuell stimmiges Auftreten vermittelt sofort Professionalität, Struktur und Qualität. Farben, Schriften, Bildsprache – das sollte alles gut zusammenpassen.
Tipp: Erstellen Sie sich ein kleines Branding-Manual. Welche Farben sind Ihre Markenfarben? Welche Schriften sollen dafür verwendet werden? Welche Bildsprache passt gut zur Idee? Wer das erstmal festgelegt hat, spart bei jedem weiteren Schritt Zeit – und sorgt auch direkt für Wiedererkennung.
3. Weniger ist mehr – auch im Design
Besonders am Anfang ist die Versuchung groß, möglichst „viel“ zu zeigen: alle Features, alle Angebote, alle Ideen am liebsten auf einmal. Das wirkt dann aber leider oft überladen. Besser ist es, sich aufs Wesentliche zu konzentrieren. Ein klarer Fokus im Design sorgt für Ruhe – und dafür, dass das wirklich Wichtige wahrgenommen wird.
Tipp: Arbeiten Sie mit Weißraum. Das heißt, lieber ein bisschen weniger Elemente pro Seite oder Folie - dafür dann aber klar strukturiert und mit gezieltem Einsatz von Farben oder Icons.
4. Konsistenz schlägt Kreativität – zumindest manchmal
Man muss nicht bei jeder Präsentation oder jedem Post direkt das Rad neu erfinden. Im Gegenteil: Wer konstant im gleichen Stil auftritt, bleibt eher im Gedächtnis. Wiederkehrende Designelemente stärken die Marke, weil sie Vertrauen und Wiedererkennung aufbauen.
Tipp: Erstellen Sie sich Vorlagen für häufig genutzte Formate – zum Beispiel für Instagram-Posts, LinkedIn-Grafiken oder Eventeinladungen. Mit Tools wie Adobe Express können solche Templates gespeichert und dann easy immer wieder neu angepasst werden – also sehr effizient und zeitsparend.
5. Alles beginnt mit einem Plan – auch gutes Design
Spontan kreativ sein ist auf jeden Fall schön – aber wer gleichzeitig auch ein bisschen strategisch arbeitet, hat am Ende oft mehr davon. Überlegen Sie sich also erstmal, welche Kanäle Sie bespielen möchten, welche Botschaften Sie vermitteln wollen und wie Ihre Marke langfristig wahrgenommen werden soll. Dann fällt es direkt viel leichter, gezielte Inhalte zu erstellen, statt im Aktionismus zu versinken.
Tipp: Planen Sie monatlich 1–2 Stunden fest dafür ein, neue Visuals zu planen oder bestehende Designs noch mehr zu optimieren.
Das Fazit? Es braucht kein großes Team – nur die richtigen Werkzeuge
Ein Start-up gründen fühlt sich manchmal an, als würde man allein mehrere Jobs gleichzeitig machen – und das am besten fehlerfrei. Kein Wunder also, dass der Markenauftritt manchmal nur so halb mitläuft. Dabei ist genau der Auftritt das Erste, was potenzielle Kund:innen, Partner:innen oder Investor:innen zu sehen bekommen. Und was sie sich merken. Oder eben nicht.
Das Gute: Für einen starken Markenauftritt braucht es weder Agenturverträge noch Designpreise im Regal. Wer bereit ist, ein bisschen Zeit zu investieren, kann mit einfachen Mitteln, cleverem Denken und ein paar digitalen Helfern ziemlich viel Eindruck machen. Wichtig ist vor allem: einen klaren Stil finden, diesen durchziehen – und nicht jedes Mal neu anfangen.
Wer seine Marke selbst gestaltet, lernt außerdem unheimlich viel über das eigene Unternehmen. Was will ich eigentlich sagen? Was passt zu mir – und was nicht? Welcher Ton, welche Farben, welche Stimmung? Diese Fragen beantworten zu können, ist viel wert – nicht nur fürs Marketing, sondern für jede weitere Entscheidung, die kommt.
Also: Den eigenen Markenauftritt zu planen und durchzuziehen darf Spaß machen. Und es darf auch erstmal schiefgehen - und dann immer mehr wachsen.
