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Grönland: Wadephul setzt auf Nato-Lösung

  • AFP
  • In POLITIK
  • 13. Januar 2026, 00:14 Uhr
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Wadephul (l.) mit Rubio in Washington Bild: AFP

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio zuversichtlich über eine Lösung der Grönland-Frage im Rahmen der Nato geäußert.

Bundesaußenminister Johann Wadephul (CDU) hat sich nach einem Treffen mit seinem US-Kollegen Marco Rubio zuversichtlich über eine Lösung zu Grönland im Rahmen der Nato geäußert. Zur Frage nach den Drohungen von US-Präsident Donald Trump mit einer gewaltsamen Übernahme der arktischen Insel sagte Wadephul am Montag in Washington, er habe "keinen Anhaltspunkt dafür, dass das ernsthaft erwogen wird".

In der Nato gebe es ein gemeinsames Interesse, sich um die Sicherheitsfragen im arktischen Raum zu kümmern, sagte Wadephul weiter. Die Allianz entwickle hierzu derzeit konkrete Vorschläge. "Die Bereitschaft dazu, diese Fragen im Nato-Rahmen zu diskutieren, die ist selbstverständlich allerseits vorhanden, und Deutschland wird dazu auch versuchen, Beiträge zu leisten", betonte der Außenminister.

Wadephul begrüßte überdies die geplanten Gespräche zwischen der dänischen und der US-Regierung diese Woche. Er habe "gar keinen Zweifel, dass dies in einem freundschaftlichen und partnerschaftlichen Rahmen geschehen wird".

Der CDU-Politiker wies überdies die Interpretation zurück, die USA hätten sich unter Trump vom westlichen Wertekonsens verabschiedet. Die USA stünden in der Nato "an der Seite Europas" und seien "voll und ganz darauf ausgerichtet, Recht und Freiheit in der westlichen Welt zu verteidigen", betonte Wadephul. Er fuhr fort: "Daran gibt es überhaupt keinen Zweifel, und ich rate uns Europäern auch dazu, nicht Dinge in Zweifel zu ziehen, die in Washington nicht in Zweifel gezogen werden."

Weitere Themen des Gesprächs mit Rubio waren demnach der Iran, die Ukraine und die Lage in Venezuela. Das US-Außenministerium erklärte dazu, beide Chefdiplomaten seien sich einig gewesen, dass Venezuela "nicht länger ein Knotenpunkt für die Aktivitäten unserer Gegner weltweit" sein und der Iran keine Nuklearwaffen erwerben oder entwickeln dürfe. Wadephul sprach sich in diesem Zusammenhang für verschärfte EU-Sanktionen gegen den Iran aus. 

Im Anschluss wollte Wadephul in New York mit UN-Generalsekretär António Guterres zusammenkommen.

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