Der bisherige Junta-Chef Guineas, Mamady Doumbouya, hat seinen Amtseid als neuer Präsident des westafrikanischen Landes geleistet. Vor zehntausenden Anhängern am Rande der Hauptstadt Conakry schwor der 41-Jährige auf die neue Verfassung.
Der bisherige Junta-Chef Guineas, Mamady Doumbouya, hat am Samstag seinen Amtseid als neuer Präsident des westafrikanischen Landes geleistet. Vor zehntausenden Anhängern in einem Stadion am Rande der Hauptstadt Conakry schwor der 41-Jährige auf die neue Verfassung, die bei einem Referendum im September angenommen worden war. Er werde in Guinea "Frieden und Wohlstand" schaffen, kündigte er an.
Doumbouya hatte die Macht in Guinea im September 2021 in einem Putsch gegen die Regierung des ersten demokratisch gewählten Präsidenten Alpha Condé an sich gerissen. Er hatte zunächst angekündigt, die Regierungsgeschäfte bis Ende 2024 an eine zivile Regierung abzugeben und sich nicht um die Staatsführung zu bewerben, trat aber schließlich doch bei der Präsidentschaftswahl an, die er nach offiziellen Angaben mit 86,7 Prozent gewann.
Die wichtigsten Oppositionspolitiker waren von der Wahl am 28. Dezember ausgeschlossen worden und hatten zum Boykott des Urnengangs aufgerufen.
Guineas Militärregierung hat die Freiheitsrechte stark eingeschränkt, seit 2022 sind Demonstrationen verboten. Viele Kritiker wurden verhaftet, verurteilt oder flohen ins Exil.
Nach Angaben der Weltbank leben gut die Hälfte der Menschen in Guinea in Armut, obwohl das Land über große Mineralienvorkommen verfügt. Anders als seine Nachbarn Mali, Burkina Faso und Niger, in denen ebenfalls Militärregierungen herrschen, erhält Guinea seine guten Beziehungen zur früheren Kolonialmacht Frankreich und anderen internationalen Partnern aufrecht.
