Das Erkundungsteam der Bundeswehr in Grönland hat seinen Einsatz abgeschlossen. 'Unser Team, das sich an der multinationalen Erkundung in Grönland beteiligt hat, beendet heute planmäßig seinen Auftrag', teilte das Bundesverteidigungsministerium mit.
Das Erkundungsteam der Bundeswehr in Grönland hat seinen Einsatz am Sonntag abgeschlossen. "Unser Team, das sich an der multinationalen Erkundung in Grönland beteiligt hat, beendet heute planmäßig seinen Auftrag", teilte das Bundesverteidigungsministerium mit. Die Soldatinnen und Soldaten hätten vor Ort "wichtige Erkenntnisse" erlangt. "Auf dieser Grundlage werden nun mögliche Maßnahmen zur Stärkung der Sicherheit im Nordatlantik und in der Arktis mit unseren Nato-Partnern abgestimmt", fügte das Ministerium hinzu.
Auch ein Sprecher des Operativen Führungskommandos der Bundeswehr erklärte, die Erkundung sei "planmäßig" beendet worden. Sie sei ursprünglich von Donnerstag bis Samstag geplant gewesen. Nach "Absprache mit unseren Partnern" sei "noch ein Tag für Abstimmungen in Dänemark" hinzugekommen. Daher sei die Erkundung in Grönland am Sonntag beendet worden.
Ein positives Fazit zog der Sprecher der Bundeswehr-Mission, Oberstleutnant Peter Mielewczyk. "Die Zusammenarbeit hier mit den dänischen Kameraden war äußerst positiv und konstruktiv gewesen", sagte Mielewczyk noch am Flughafen im grönländischen Nuuk den Funke-Zeitungen. "Wir haben jegliche Unterstützung hier in diesem kurzen Zeitfenster bekommen, die wir uns auch nur hätten erdenken können."
Mit den anderen Nationen, darunter Frankreich, den Niederlanden und Island, habe ein reger Austausch stattgefunden, sagte Mielewczyk. Zurück in Deutschland würden möglichen Optionen mit Blick darauf besprochen, wie es nun weitergeht.
Grönland gehört als autonomes Gebiet zum EU- und Nato-Land Dänemark. Die Erkundungsmission mehrerer Nato-Länder hatte auf Einladung Dänemarks stattgefunden, von der Bundeswehr waren 15 Soldatinnen beteiligt. Diese waren zunächst nach Dänemark geflogen und erst am Freitag in Grönland eingetroffen. Mit der Mission sollen die nächsten Etappen des Manövers "Operation Arctic Endurance" vorbereitet werden. Experten werteten die Erkundungsmission aber auch als "strategisches Signal" an die USA.
US-Präsident Donald Trump hatte in den vergangenen Wochen immer wieder einen Besitzanspruch auf Grönland erhoben und dies mit nationalen Sicherheitsinteressen der USA in der Arktis begründet. Am Samstag kündigte Trump wegen des Streits um Grönland dann Strafzölle gegen acht europäische Länder an, darunter auch Deutschland.
Ab dem 1. Februar sollen laut Trump zusätzliche Zölle in Höhe von zehn Prozent für Waren aus Deutschland, Dänemark, Finnland, Frankreich, den Niederlanden, Norwegen, Schweden und Großbritannien gelten, ab Juni Zölle von 25 Prozent. Die Aufschläge sollen bestehen bleiben, bis eine Vereinbarung über den Kauf Grönlands durch die USA erzielt sei, erklärte der US-Präsident.
