Die Zahl der Todesopfer bei dem verheerenden Brand in einem Einkaufszentrum in Karachi in Pakistan ist nach örtlichen Behördenangaben auf 67 gestiegen. Eine Ursache für das am Samstagabend ausgebrochene Feuer war weiter nicht bekannt.
Nach dem verheerenden Brand in einem Einkaufszentrum in Pakistans bevölkerungsreichster Stadt Karachi ist die Zahl der Todesopfer nach örtlichen Behördenangaben auf 67 gestiegen. Es seien bislang acht Todesopfer per DNA-Analyse identifiziert worden, erklärte ein Sprecher der Provinzregierung am Freitag. Die Behörden gaben weiterhin keine Ursache für das am Samstagabend in dem Kaufhauskomplex "Gul Plaza" ausgebrochene Feuer bekannt.
Angehörige von nach wie vor vermissten Menschen kritisierten die langsam voranschreitenden Bergungsarbeiten. Die Behörden hatten zuvor erklärt, die Leichen der Brandopfer könnten erst nach einem DNA-Abgleich an die Angehörigen übergeben werden. Mehr als 50 Familien haben dazu bereits DNA-Proben abgegeben.
Die Provinzregierung sagte den Familien der Verstorbenen Entschädigungszahlungen in Höhe von jeweils zehn Millionen Rupien (rund 30.500 Euro) zu. Auch die Besitzer der rund 1200 Geschäfte sollen entschädigt werden.
Das dreistöckige "Gul Plaza" zählte zu den meistbesuchten Einkaufszentren von Karachi. Auf Karachis Märkten und in den dortigen Fabriken brechen immer wieder Feuer aus. Eine derartig hohe Opferzahl bei einem Brand ist allerdings selten. Die Regierung setzte einen Untersuchungsausschuss zur Klärung der Brandursache ein.
