Konjunktur

Ifo-Geschäftsklima: Industrie optimistischer - Dienstleistungssektor unzufrieden

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Autos für den Export am Duisburger Hafen Bild: AFP

Zum Jahresbeginn ist die Stimmung der Unternehmen in Deutschland laut Umfrage des Ifo-Instituts unter dem Strich unverändert geblieben. Der von dem Münchener Institut ermittelte Geschäftsklimaindex verharrte bei 87,6 Punkten.

Zum Jahresbeginn ist die Stimmung der Unternehmen in Deutschland laut Umfrage des Ifo-Instituts unter dem Strich unverändert geblieben. Der von dem Münchener Institut ermittelte Geschäftsklimaindex verharrte bei 87,6 Punkten, wie es am Montag mitteilte. In der Industrie verbesserte sich demnach die Stimmung, während sie sich im Dienstleistungssektor weiter eintrübte.

"Im Verarbeitenden Gewerbe konnte der Index merklich zulegen", erklärte das Ifo-Institut zur Lage der Industrie. "Die Unternehmen waren zufriedener mit den laufenden Geschäften. Auch die Erwartungen fielen deutlich weniger skeptisch aus."

Dienstleistungsunternehmen stuften ihre aktuelle Lage laut Ifo hingegen etwas schlechter ein und auch die Erwartungen sanken. Etwa in der Logistik und im Tourismus "kühlte das Geschäftsklima merklich ab".

Im Handel hingegen legte der Index deutlich zu. "Die Unternehmen zeigten sich merklich zufriedener mit der Geschäftslage. Zudem waren die Erwartungen weniger pessimistisch", erklärte das Ifo. Auch im Bauhauptgewerbe hat sich das Geschäftsklima demnach aufgehellt. Die Geschäfte seien besser gelaufen, wobei die Auftragslage vor allem im Hochbau weiterhin schlecht sei.

"Die deutsche Wirtschaft startet ohne Schwung ins neue Jahr", resümierte Ifo-Chef Clemens Fuest. Der ING-Analyst Carsten Brzeski sprach von einer "kalten Dusche" für die Hoffnung, dass sich die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr rasch erholen könnte. Allerdings seien die Befragungsergebnisse auch mit Vorsicht zu genießen, "da unklar ist, ob die meisten Teilnehmer ihre Antworten vor oder nach der Entscheidung von US-Präsident Donald Trump, keine zusätzlichen Zölle auf mehrere europäische Länder zu erheben, eingesandt haben".

"Das jüngste Durcheinander der US-Zolldrohungen bezüglich Grönlands hat den Unternehmen erneut verdeutlicht, wie fragil die weltpolitische Lage weiterhin ist", erklärte der Konjunkturexperte der DZ Bank, Christoph Swonke.

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