Bei einem Brand im Jüdischen Krankenhaus in Berlin sind 14 Menschen verletzt worden. Ein 71-Jähriger steht im Verdacht, einen Gegenstand in seinem Zimmer angezündet zu haben. Anhaltspunkte für ein politisches Motiv gibt es laut Polizei nicht.
Bei einem Brand im Jüdischen Krankenhaus in Berlin sind 14 Menschen verletzt worden. Ein 71-Jähriger steht im Verdacht, in der Nacht zu Mittwoch einen Gegenstand in seinem Zimmer angezündet zu haben, wie ein Polizeisprecher in der Hauptstadt mitteilte. Der Mann, der in der Klinik behandelt wurde, wurde vor Ort festgenommen. Anhaltspunkte für ein politisches Motiv gebe es nicht, so der Sprecher.
Die 14 Verletzten erlitten überwiegend Rauchgasverletzungen. Zu ihnen zählte dem Sprecher zufolge auch der Tatverdächtige. Bei den übrigen Betroffenen handelt es sich um zwei Polizeibeamte sowie Krankenhauspersonal. Weitere Patienten wurden durch den Brand nicht verletzt.
Wegen des Feuers musste die Station in der Nacht evakuiert werden, wie der Polizeisprecher weiter sagte. Sie konnte auch am Mittwoch noch nicht wieder genutzt werden. Das Zimmer des Tatverdächtigen wurde als Brand- beziehungsweise Tatort beschlagnahmt. Das Brandkommissariat des Landeskriminalamts übernahm die Ermittlungen.
Das Jüdische Krankenhaus im Berliner Stadtteil Wedding wurde vor mehr als 260 Jahren von der Jüdischen Gemeinde Berlins errichtet. Auch heute besucht ein Rabbiner auf Wunsch die jüdischen Patienten, die auch koscheres Essen bekommen können. Eigenen Angaben zufolge bietet das Krankenhaus aber medizinische Leistungen unabhängig von Religion, Herkunft oder politischer Anschauung an.
