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Berlin (dts Nachrichtenagentur) - Die Fallschirmjäger der Bundeswehr sind nach Auffassung des Kommandeurs der Luftlandebrigade 1 "nicht zeitgemäß aufgestellt". Brigadegeneral Markus Meyer sagte der FAZ, die aktuelle Struktur sei für Afghanistan geeignet gewesen, "das hat funktioniert, aber so brauchen wir das heute nicht mehr". Man benötige langfristig Strukturveränderungen.
Unterdessen strebt das Fallschirmjägerregiment 26 nach Fällen von sexuellen Übergriffen, Drogenkonsum und Rechtsextremismus zurück zum militärischen Alltag. Das sagte der Kommandeur, Oberst Martin Holle, der FAZ. "Natürlich gibt es Diskussionen, auch über die Presseberichterstattung, aber der Blick ist nach vorne gerichtet, auf unseren Kernauftrag. Die Soldaten wollen das hinter sich lassen, nicht im Sinne einer Relativierung."
Zu den Entlassungen bei den Fallschirmjägern sagte er: "Lieber diese Lücke, als diese Menschen, die zur Einsatzbereitschaft nicht positiv beitragen." Markus Meyer sagte, es helfe nicht, "wenn ich die Truppe irgendwo in Deutschland antreten lasse, mich davorstelle und befehle, dass unangemessenes Verhalten zu unterlassen ist". Es werde ein längerer Weg werden, und auch dann gelte: "Wir werden nicht alle Heilige, aber es muss besser werden."
