Bei einem Zugunglück nach einem Lawinenabgang in der Schweiz sind fünf Menschen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen verschüttete offenbar eine Lawine die Schienen an einer Tunnel-Ausfahrt, kurz bevor der Regionalzug die Stelle erreichte.
Bei einem Zugunglück nach einem Lawinenabgang in der Schweiz sind fünf Menschen verletzt worden. Nach ersten Erkenntnissen verschüttete eine Lawine die Schienen nahe einer Tunnel-Ausfahrt am Lötschberg, kurz bevor der Regionalzug am Montagmorgen die Stelle nahe Goppenstein im südlichen Kanton Wallis erreichte, wie die Polizei mitteilte. Die Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen ein.
Rund zwei dutzend Zuginsassen konnten unverletzt in Sicherheit gebracht werden. Ein Verletzter wurde ins Krankenhaus gebracht, die übrigen vier konnten vor Ort versorgt werden. Das Unglück ereignete sich nach Polizeiangaben, als der Zug aus dem Lötschberg-Bahntunnel herausfuhr.
Bereits am Donnerstag war nahe Goppenstein eine Lawine niedergegangen; die Straßenverbindung zwischen dem Lötschental und Goppenstein war dadurch stundenlang unterbrochen. Goppenstein liegt am Ende des Lötschberg-Bahntunnels und ist ein wichtiger Umladebahnhof zwischen Schiene und Straße.
In der gesamten Region gilt derzeit die zweithöchste Lawinen-Warnstufe. Wegen erhöhter Lawinengefahr ordneten die Behörden am Montag die Räumung mehrerer Gebiete der Gemeinde Orsières im Wallis an.
