Nach Überschwemmungen in Brasilien ist auf der Suche nach Dutzenden Vermissten die Hoffnung geschwunden. Wie die Rettungskräfte mitteilten, wurden am Mittwoch noch 33 Menschen vermisst - es sei jedoch unwahrscheinlich, dass sie lebend gefunden würden.
Nach Überschwemmungen und Erdrutschen im Südosten Brasiliens ist auf der Suche nach Dutzenden Vermissten die Hoffnung geschwunden, noch Überlebende zu finden. Wie die Rettungskräfte und Behörden mitteilten, wurden am Mittwoch (Ortszeit) noch 33 Menschen vermisst - es sei jedoch unwahrscheinlich, dass diese noch lebend gefunden würden. Mindestens 36 Menschen waren seit Montag infolge heftiger Regenfälle ums Leben gekommen.
Am stärksten betroffen war Behörden zufolge die Großstadt Juiz de Fora im brasilianischen Bundesstaat Minas Gerais, wo bereits 30 Todesopfer zu beklagen waren. Sechs weitere Menschen kamen in der nahegelegenen Stadt Uba ums Leben.
Die Bürgermeisterin von Juiz de Fora, Margarida Salomão, hatte am Vortag den Notstand ausgerufen. In der 540.000-Einwohner-Stadt waren zuvor 584 Liter Wasser pro Quadratmeter gefallen - und damit doppelt so viel wie sonst im gesamten Februar üblich. Für die kommenden Tage wurde weiterhin starker Regen erwartet.
Mehr als 400 Menschen hätten wegen der Unwetter ihre Häuser verlassen müssen. Die heftigen Regenfälle hatten den Fluss Paraibuna über die Ufer treten lassen. Häuser wurden weggespült und begruben Dutzende Menschen unter sich. Straßen verwandelten sich infolge der Wassermassen in Flüsse.
Angehörige trauerten derweil um unter den Trümmern verschüttete Menschen. "Unsere Familie ist verzweifelt", sagte Josiane Aparecida, deren Tante und Cousin bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen waren. Die beiden Kinder ihres Cousins seien nach wie vor vermisst. "Wir haben Hoffnung, und doch haben wir keine, weil die Suche so schwierig ist", sagte die 43-Jährige der Nachrichtenagentur AFP.
Brasilien hat in den vergangenen Jahren mehrfach unter folgenschweren Wetterextremen gelitten. 2024 kamen bei Überschwemmungen im Süden des riesigen Landes mehr als 200 Menschen ums Leben, insgesamt waren rund zwei Millionen Einwohner von dem Hochwasser betroffen. Experten zufolge steht die Zunahme und Intensivierung der Wetterextreme mit dem Klimawandel im Zusammenhang.
