Schweiz

Epstein-Skandal: Chef des Weltwirtschaftsforums tritt zurück

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Brende im Januar 2026 Bild: AFP

Im Zusammenhang mit dem Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Börge Brende, zurückgetreten. Das teilte der ehemalige norwegische Außenminister selbst mit.

Im Zusammenhang mit dem Skandal um den verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein ist der Präsident des Weltwirtschaftsforums (WEF), Börge Brende, zurückgetreten. Der ehemalige norwegische Außenminister teilte am Donnerstag mit, "nach sorgfältiger Abwägung" habe er sich entschieden zurückzutreten. Für das WEF sei es "der richtige Zeitpunkt, seine wichtige Arbeit ohne Ablenkung fortzusetzen".

Das WEF hatte Anfang Februar eine Untersuchung der Verbindungen von Brende zu Epstein angekündigt. Zuvor hatte das US-Justizministerium im Januar zahlreiche weitere Dokumente zum Fall Epstein veröffentlicht, in denen auch Brendes Name vorkommt.

Brende stammt aus Norwegen und war dort lange Abgeordneter der konservativen Partei, sowie Umwelt-, Handels- und Außenminister. Seit 2017 war er Präsident des WEF, das jedes Jahr im Januar das berühmte Treffen in Davos in den Schweizer Bergen ausrichtet.

Der US-Finanzberater Epstein war weltweit in höchsten Kreisen vernetzt und soll nach Angaben des Justizministeriums und der US-Bundespolizei FBI mehr als tausend Minderjährige und junge Frauen missbraucht und teils an Prominente vermittelt haben. In den im Januar veröffentlichten mehr als drei Millionen Dokumenten tauchen die Namen zahlreicher einflussreicher Persönlichkeiten auf. Eine Nennung in den Epstein-Akten bedeutet nicht automatisch ein Fehlverhalten.

Die neu veröffentlichten Akten zogen weite Kreise und erschütterten Norwegen. Für besonders große Empörung sorgten in dem Königreich die Verbindungen der norwegischen Kronprinzessin Mette-Marit zu dem Sexualstraftäter. Mitte des Monats wurden zudem Immobilien des ehemaligen Regierungschefs Thorbjörn Jagland durchsucht. Die norwegische Polizei ermittelt im Zusammenhang mit den Epstein-Enthüllungen auch gegen die bekannte Diplomatin Mona Juul wegen des Verdachts der Korruption.

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